Ausschuss

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Abwasserprojekt wird langfristig geplant

Werksausschuss entscheidet über Investition in Ahrensdorf.

Ahrensdorf ist einer jener wenigen Stadtteile Templins, die noch nicht an die zentrale Kläranlage angeschlossen sind. Eine Entscheidung, wann der Eigenbetrieb Abwasser der Stadt Templin das Projekt in Angriff nehmen wird, ist durch den Hauptausschuss noch nicht gefallen, sagt Horst Baage vom Zweckverband Wasserversorgung und Wasserentsorgung der Westuckermark. Denn die Kosten für die abwassertechnische Erschließung des Ortsteils Ahrensdorf werden etwa 2 bis 2,5 Millionen Mark betragen. „Da mit der Bereitstellung von Fördermitteln nicht zu rechnen ist“, so Horst Baage, „wäre es wirklich ratsam, dieses Projekt nur anzugehen, wenn Investoren von Seehof und der Leunasiedlung mitmachen.

Doch außer Absichtsbekundungen, in den beiden Objekten etwas zu tun, gibt es an konkreten Festlegungen leider recht wenig“. Horst Baage wies darauf hin, dass aus wirtschaftlichen Gründen 40 bis 50 Prozent der Grundstücke nur über eine Druckentwässerung angeschlossen werden können. Die dafür erforderlichen Einrichtungen, wie Pumpwerke und Druckrohrleitungen vom Grundstück bis zur Straßenmitte, müssten die Grundstückseigentümer selbst finanzieren. ‹‹ Erhebliche KostenHorst Baage schätzt, dass dies Kosten bis zu 7000 Mark pro Anschluss verursachen könnte. Er ging auf Forderungen von Bernd Zimdars, Finanzausschussvorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, im Zusammenhang mit der Fäkalienabfuhr ein.

Gewünscht sei, so Horst Baage, dass die Fahrzeuge möglichst dicht an die Gruben heranfahren können. Da sich die Abwassergruben auf Privatgrundstücken befinden, bestand in der Vergangenheit bei der Verlegung langer Schlauchstrecken die Gefahr der Beschädigung von Wegen, Gehölzen und Zäunen. Deshalb sei die Satzung geändert worden, die darauf hinausläuft, den Anschluss so zu gewährleisten, dass maximal 8 Meter Schlauch von der ungehinderten Zufahrt des Fahrzeugs auf dem Grundstück bis zur Klärgrube ausgelegt werden müssen. Bernd Zimdars habe Recht, wenn er fordert, dass, bevor eine stationäre Leitung vom Grundeigentümer verlegt wird, geprüft wird, ob sie nicht später als Hausanschlussleitung benutzt werden kann.