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Ärger an der Baustelle

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Autofahrer missbrauchen Gehweg als Fahrbahn

Autofahrer missbrauchen neuen Gehweg als Fahrbahn.
Autofahrer missbrauchten am Wochenende den neuen Gehweg rechts als Fahrbahn durch die deutlich gesperrte Baustelle.
Horst Skoupy

Umleitungen an Straßenbaustellen sind ärgerlich. Um sie zu vermeiden, sucht sich mancher abenteuerliche Wege.

Kein Verständnis haben Milmersdorfer für Autofahrer, die sich in dem Ort durch eine Straßenbaustelle schummeln. In dem Dorf wird an der Landesstraße 100 gebaut, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Berlin und Prenzlau. Anwohner ärgern sich über die Unvernunft mancher motorisierter Zeitgenossen. Ihren Schilderungen zufolge ignorieren sie Durchfahrtsverbote und fahren bei ihrer Suche nach Schlupflöcher selbst über Grünanlagen. Am vergangenen Wochenende hätten sie zudem mitten durch die gesperrte Baustelle einen neu angelegten Gehweg als Fahrbahn missbraucht. Spuren an den noch viel zu hohen Bordsteinen und abgerissene Fahrzeugteile seien Beleg dafür.

Barrieren gegen Unvernunft

Vertreter des Baubetriebes bestätigten die Unvernunft so mancher Kraftfahrer. Es handelt sich dabei vornehmlich um Ortsfremde. Mit den Anwohnern gebe es keine Probleme. Den Aussagen von Robert Pfitzner, Polier der Straßenbauer, gibt es zum Glück noch keine Schäden, die ausgebessert werden müssten. Allerdings sind die neu angelegten Gehweg nicht für eine dauerhafte Belastung durch Fahrzeuge ausgelegt, erklärte er. Der Baubetrieb werden nach Feierabend und an den Wochenenden verstärkt mit Barrieren die Durchfahrt durch die Baustelle und das Befahren der Gehwege verhindern.

Für Autofahrer gilt eine Umleitung über Templin und Petznick nach Mittenwalde beziehungsweise andersherum.