TROCKENHEIT

Bauern müssen mit Ernteausfällen rechnen

Dass Regen weiter ausbleibt, stellt Landwirte in der Uckermark vor ein Problem. Sie befürchten Konsequenzen für ihre Erträge.
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Stellenweise sind in den Ähren des Getreides keine Körner.
Stellenweise sind in den Ähren des Getreides keine Körner. Sigrid Werner
Der Mais hatte es schwer aufzulaufen.
Der Mais hatte es schwer aufzulaufen. Sigrid Werner
Templin.

Wie hoch die Ertragsausfälle angesichts der wochenlangen Trockenheit sein werden, darüber möchten Landwirte der Region jetzt nicht spekulieren. Auf guten Böden in der Uckermark seien die Schäden durch die Frühjahrstrockenheit relativ begrenzt, schätzt Manfred Mesecke, Vorsitzender des Bauernverbandes Uckermark. Ernsthafte Trockenschäden seien vor allem im Schwedter und im Templiner Raum zu erwarten. Alles hänge jetzt davon ab, ob und wie viel Wasser noch von oben kommt, so Mesecke. Er hofft, dass das vom Land Brandenburg angekündigte Hilfsangebot, Stilllegungsflächen für die Futtergewinnung nutzen zu können, schnell und unkompliziert greift.

Kompliziertes Antragsverfahren

Dem Landwirtschafts- und Umweltamt in der Kreisverwaltung liegen allerdings noch keine Anträge vor. Die Antragstellung sei nicht unkompliziert, so Sprecherin Ramona Fischer. Interessierte Landwirte müssten neben dem formlosen Antrag eine Auflistung der zur Futternutzung anstehenden ökologischen Vorrang-Brachen anfertigen und ihren Antrag anhand von Berechnungen begründen. Sie müssen nachweisen, in welchem Umfang Futter nicht aufgewachsen ist und dass andere Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Ausnahmeverfahren gebe es nur für die Futterversorgung von Tieren aus dem eigenen Betrieb.

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