:

Dieser Storch ist früh dran

Etwas fußkalt ist es derzeit ja noch in der Uckermark. Das stört den Storch, der bereits in Milmersdorf eingetroffen ist, jedoch nicht.
Etwas fußkalt ist es derzeit ja noch in der Uckermark. Das stört den Storch, der bereits in Milmersdorf eingetroffen ist, jedoch nicht.
Ingo Börner

In Milmersdorf hat ein Storch sein angestammtes Quartier bereits bezogen – noch vor vielen Artgenossen. Das hat auch einen Grund.

Der Storchenhorst in Milmersdorf ist wieder bezogen. Dort wartet ein männlicher Vogel, der schon seit drei Jahren in dem Dorf nistet, auf sein Weibchen. Tierarzt Ingo Börner hat Freund Andebar an seiner Beringung erkannt. Der Veterinärmediziner ist oft Ansprechpartner oder sogar Quartiergeber, wenn es um verletzte Weißstörche geht. Er weiß deshalb, dass der Milmersdorfer Storch in diesem Jahr besonders zeitig erschien, und zwar am 24. Februar. Dafür hat der Fachmann eine plausible Erklärung: "Viele Störche fliegen nicht mehr bis Afrika, um dort zu überwintern. Sie tun das stattdessen in Spanien und sind demzufolge eher aus den wärmeren Regionen zurück."

Bleibt zu hoffen, dass 2016 ein gutes Storchenjahr wird. 2015 war es das nicht, zumindest nicht im Altkreis Templin. Zu diesem Schluss kamen die beiden Weißstorchbeauftragten für die Region, Norbert Bukowsky und Wolf-Hasso Seybold, nach der Auswertung aller Beobachtungsdaten. „Kontrolliert wurden 63  Horste, elf waren nicht besetzt. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 52 Brutpaare niedergelassen. 40 hatten Nachwuchs.“ Gezählt wurden 79  Jungstörche. 2014 waren es 119. Ursache für diese Bilanz war den Experten zufolge das witterungsbedingt schlechte Nahrungsangebot für die Störche.