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Ein Wildunfall nach dem anderen

Mehrere Rehe starben bei den Kollisionen. Eines lief verletzt weiter.
Mehrere Rehe starben bei den Kollisionen. Eines lief verletzt weiter.
Julian Stratenschulte

Innerhalb einer Stunde kam es in der Uckermark zu fünf Zusammenstößen zwischen Autos und Tieren. Kraftfahrer sollten jetzt besonders aufmerksam sein, da es in der warmen Jahreszeit vermehrt zu Wildwechsel kommt.

Die Sommerzeit birgt vor allem für Autofahrer mehr Gefahren. Da werden vor allem Wildtiere aktiv. Das mussten gleich fünf Autofahrer in der Uckermark am Donnerstagmorgen erfahren. Innerhalb von nur einer Stunde kollidierten die Autos mit Wildtieren. Um 5.52 Uhr stieß ein Pkw bei Schapow mit Damwild zusammen. Am Wagen entstand ein Schaden von 600 Euro. Um 6.13 Uhr kollidierte ein Auto bei Eickstedt mit einem Reh. Das Tier starb bei dem Unfall. Schaden 2000 Euro.

Um 6.50 Uhr sprang bei Bagemühl ein Reh einem Auto in die Beifahrerseite. Das Tier musste später vom Jagdpächter getötet werden. Der Schaden am Auto betrug ebenfalls 2000 Euro. Bei Angermünde krachte um 7.01 Uhr ein Reh in ein Auto, das Tier starb. Schaden 2000 Euro. Und um 7.40 streifte ein Reh bei Neukünkendorf einen Wagen. Das Tier lief verletzt weiter, der Schaden am Auto lag bei 100 Euro.

Bloß nicht ausweichen

Die Polizei rät daher, jetzt besonders aufmerksam und mit größerem Abstand zu fahren. Läuft ein Tier auf die Straße: Geschwindigkeit stark drosseln, das Licht abblenden und hupen. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht verhindern, sollten Fahrer stark bremsen. Auf keinen Fall aber sollte man ausweichen. Die Gefahr in den  Gegenverkehr zu geraten oder gegen einen Baum zu prallen, ist sehr hoch.

Rehe und Wildschweine sind oft nicht allein unterwegs. Deswegen gilt: Wenn ein Tier die Straße bereits passiert hat, folgen oft weitere. Nach einem Unfall muss die Polizei verständigt werden. Das verletzte Tier nicht berühren, da es beißen oder mit einer Krankheit infiziert sein könnte. Die Mitnahme von getötetem Wild ist Wilderei und wird bestraft.