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Facharzt kommt per Telemedizin in die Klinik

Am Sana Krankenhaus Templin soll in ein ambulant-stationäres Zentrum investiert werden.
Am Sana Krankenhaus Templin soll in ein ambulant-stationäres Zentrum investiert werden.
Archiv/UK

Wie kann einem Patienten geholfen werden, wenn der medizinische Fachbereich an einem Krankenhaus der Grundversorgung nicht vorhanden ist. In Templin soll mit einem Pilotprojekt eine Lösung gefunden werden.

Am Sana Krankenhaus Templin könnte ein ambulant-stationäres Zentrum entstehen, das Patienten lange Wege zu Spezialisten erspart, vor allem auch an Wochenenden und in Notfällen. Mit diesem Vorhaben wurde ein Pilotprojekt des Landes Brandenburg aus der Taufe gehoben. Die Arbeitsgemeinschaft "Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg" (IGiB), zu der die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, AOK Nordost und BARMER GEK gehören, hat mit der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH vereinbart, sich gemeinsam um eine Förderung aus dem Innovationsfonds des Bundes zu bewerben, bestätigte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) auf Nachfrage.

Das Pilotprojekt mit dem sperrigen Namen "Strukturmigration im Mittelbereich Templin" hat ein ganz praktisches Ziel: Mit der neuen Einrichtung am Krankenhaus Templin soll eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig gesichert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Telemedizin, wie sie am Templiner Krankenhaus bereits bei der Schlaganfalldiagnostik eingesetzt wird. Für Fachbereiche, die nicht zur Grundversorgung der Templiner Klinik gehören, sollen auf diese Weise Fachärzte aus Partnerkliniken zugeschaltet werden.