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Feierlaune mit Fahrrad, Frack und Flieder

Der Flieder hat es gerade noch so zum Herrentag geschafft. Die allerersten duftenden Blüten landeten standesgemäß an Bollerwagen und Fahrrädern. Und am ...

Frank Arndt tuckerte mit dem Lanz durch Templin und Umgebung.

Der Flieder hat es gerade noch so zum Herrentag geschafft. Die allerersten duftenden Blüten landeten standesgemäß an Bollerwagen und Fahrrädern. Und am Frack von Klaus Hannemann, der Punkt zehn mit Gehstock, Zylinder und weißen Handschuhen den Templiner Marktplatz quert. An seiner Seite Bernd-Michael Haack praktisch als „Zwillingsbruder“. „Das machen wir schon seit den achtziger Jahren“, verraten sie. Aus einer Gruppe von ursprünglich sechs Männern seien nur sie beide übriggeblieben, aber der Ausflug mit Frack und Fliege gehört Jahr für Jahr einfach dazu. „Mal sehen, wo es lustig ist, dort werden wir uns niederlassen“, kündigen sie lachend an und ziehen stockschwingend von dannen. Mit einem grasgrünen Lanz knattert Frank Arndt vorbei. Auch wenn auf dem ehrwürdigen Traktor kein Platz für Frack und Fliege ist - die zünftige Melone hat sich der Fahrer nicht nehmen lassen. „Erst mal ein paar Runden durch Templin, dann vielleicht ein bisschen raus, vielleicht Richtung Lychen“ sagt Frank Arndt und knattert unter den bewundernden Blicken kleiner und großer Männer weiter. Zwischen Dorettenhof und Röddelin biegt gleich ein ganzes „Himmelfahtskommando“ ab zur Rast. Die muntere Herrenriege ganz in Schwarz geht seit 33 Jahren auf Tour: mit Bollerwagen, Bier und immer einem anderen „Wanderziel“. Diesmal ist es Röddelin, von dort geht es mit dem Dampfer zurück. Viel Zeit also noch für die verbleibenden zwei Kilometer. „Das kriegen wir schon hin, wir brauchen immer sechs Stunden - ob für drei oder für dreizehn Kilometer“, verkündet das lustige Kommando.