Unsere Themenseiten

:

Kiefer knallt auf fahrendes Auto

Auf der Landstraße zwischen Templin und Vietmannsdorf war ein Baum auf einen fahrenden Pkw gekippt. Die beiden Insassen wurden dabei verletzt.
Auf der Landstraße zwischen Templin und Vietmannsdorf war ein Baum auf einen fahrenden Pkw gekippt. Die beiden Insassen wurden dabei verletzt.
Horst Skoupy

Sturmtief Felix ließin der Uckermark die Muskeln spielen. Im Gegensatz zu Vorläufer Elon am Freitagabend überzog das Sturmtief flächendeckend den Nordosten Brandenburgs. In der Rettungsleitstelle Eberswalde herrschte Hochbetrieb.

Meteorologen hatten Sturmtief Felix angekündigt. Bis zum Sonnabendnachmittag sah es so aus, als ob die Uckermark noch einmal glimpflich davonkommen sollte. Doch dann brach der Orkan mit aller Gewalt über die Region her. Überall in der Uckermark kamen Feuerwehrleute nicht mehr aus ihrer Einsatzbekleidung heraus. Sie beseitigten eine Baumsperre nach der anderen. In der Rettungsleitstelle Nordost mussten die Mitarbeiter 214 Mal die Feuerwehren im Minutentakt in den Landkreisen Uckermark, Barnim und Oberhavel alarmieren, bis Felix in der Nacht allmählich abflaute. Vor allem fielen Bäume auf Straßen, Dächer und Gleise. 

Am Schlimmsten erwischte es wohl die zwei Insassen eines Autos auf der Landstraße zwischen Templin und Vietmannsdorf. Dort war eine mächtige Kiefer auf den fahrenden Wagen geknallt. Glück im Unglück: Sie landete genau auf der Motorhaube. "Die Leute können zum zweiten Mal Geburtstag feiern. Wenn sie nur ein km/h schneller gefahren wären, wäre der Baum auf das Dach des Autos gefallen", sagte Feuerwehrmann Jens Flehmer, der in seiner Laufbahn solch ein Unglück noch nicht gesehen hat. Der Rettungsdienst hatte den verletzten Fahrer und seine Beifahrerin ins Krankenhaus nach Templin gebracht.

Personal aufgestockt

Seit Freitagabend waren insgesamt rund 400 Hilferufe in der Leitstelle eingegangen. Die Telefone klingelten sich heiß, so dass das Personal aufgestockt werden musste, um die Flut der Anrufe zu bewältigen. Für Sonntag hatte der Wetterdienst neue Sturmböen in Schauerstaffeln angekündigt. Darum rechnete Klaus Prillwitz, Lagedienstführer der Rettungsleitstelle, am Sonntagvormittag auch nicht damit, dass sich die Situation entspannt. Davon zeugten  allein 26 Anrufe am Sonntagmorgen. Denn jetzt drohten die Bäume umzustürzen, die vom Sturm im Wurzelwerk gelockert worden waren. So blockierten am Vormittag umgerissene Bäume die Straße zwischen Görlsdorf und Wolletz. Aus Zernikow bei Prenzlau wurde gegen 10.30 Uhr ein umgestürzter Baum auf der Straße nach Friedenshof gemeldet.

Weiterführende Links