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Fuchs, du hast die Wurst gestohlen

Dieses Foto gelang unser Leserin Monique Kraft.
Dieses Foto gelang unser Leserin Monique Kraft.
Privat

Einer Leserin gelang ein seltener Schnappschuss. Meister Reineke mit dem Maul voller Grillwürste. Wir wünschen guten Appetit. Nur: Wer hat jetzt nichts mehr zu grillen?

Einen Fuchs an der Straße entlang laufen zu sehen, das ist nichts Ungewöhnliches. Deshalb dachte sich die Gandenitzerin Monique Kraft nichts dabei, als sie solch einem Tier kurz hinter Kreuzkrug in Richtung Templin begegnete. Beim zweiten Blick stellten sie und ihr Neffe Philipp Schwerecke, der mit ihr im Auto saß, fest, dass das Tier das Maul randvoll hatte. Offensichtlich mit Würsten. „Wer weiß, wer die grillen wollte und wem sie jetzt fehlen, war unser erster Gedanke“, erzählte die Gandenitzerin.

Als Monique Kraft das Foto von Meister Reineke ihrer Nachbarin Gerda Krämer zeigte, meinte sie, dies sei ein Fall für die Zeitung. Krämer meldete sich in der Redaktion. „So etwas sieht man wirklich nicht alle Tage“, sagte die alte Dame. Die Aufnahme regte sie zu folgender Bildunterschrift an: „Ich bin halt das schlaue Füchslein, aber Zweibeinige sollen meinetwegen nicht in Verdacht geraten. Deshalb stelle ich mich der Presse.“ Von einem Fuchs, der Grillwurst stibitzt, hat auch Templins Stadtförster Christian Hierdeis noch nichts gehört. Dass Füchse die Nähe von Menschen suchen, komme aber öfter vor. „Diese Wildtiere haben sich quasi perfekt angepasst, leben gut in der Nähe menschlicher Siedlungen. Viel besser als in der freien Natur, weil sie sich dort von Abfällen ernähren.“