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Für Menschen mit Handicap gehört Arbeit zum Leben

Bärbel Büschel hat viel Spaß am Auffädeln einer Perlenkette. Heilerziehungspflegerin Anni Borchardt (rechts) hilft ihr dabei.
Bärbel Büschel hat viel Spaß am Auffädeln einer Perlenkette. Heilerziehungspflegerin Anni Borchardt (rechts) hilft ihr dabei.
Uwe Werner

Selbstständig essen zu können, zu musizieren oder Perlen auf eine Kette fädeln – für die meisten gehört das zur Normalität. Es gibt aber auch Menschen, die das mühsam (wieder) erlernen müssen.

Um sie kümmern sich beispielsweise täglich einfühlsam Mitarbeiter der Diakonieeinrichtung „Waldhof“ in Templin. Dort ist ein jetzt neues Gebäude fertiggestellt und mit einer Feierstunde eingeweiht worden. Genutzt wird es künftig vom Förder- und Beschäftigungsbereich der Stephanus-Werkstätten.

Bei dieser Investition in Höhe von 1,4 Millionen Euro hat die Stephanus-Stiftung Unterstützung durch die „Aktion Mensch“ erhalten. „Zehn Heilerziehungspfleger und Therapeuten können hier nun unter besten Bedingungen 30 Menschen mit schwerer und schwerstmehrfacher Behinderung auf die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und auf den Lebensbereich Arbeit vorbereiten“, sagte der Leiter der Stephanus-Werkstätten Gottfried Kerner.

Therapieräume für Behinderte

Mit fachlicher Begleitung und Unterstützung würden sie lebenspraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben. Dazu gehören beispielsweise die Schulung der Grob- und Feinmotorik der Hände und Füße, Bewegungstherapie, Musik- und Klangtherapie, Ton- und Keramikarbeiten oder leichte Montagearbeiten. Zudem sind im neuen Gebäude drei Therapieräume für die Wohneinrichtungen der Stephanus-Stiftung auf dem „Waldhof“ entstanden. „Den Grundstein hatten wir im April 2014 gelegt. In wenigen Monaten ist das barrierefreie Gebäude in Modulbauweise auf einer Fläche von 800 Quadratmetern errichtet worden. Am Bau beteiligt waren auch Firmen aus der Region“, berichtete Gottfried Kerner.