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Für Treppenhäuser fehlt’s weiter an Geld

Gut wohnt es sich im Wohnblock in der Boitzenburger Puschkinstraße 6/7, findet nicht nur Familie Herfurth, die 1961 dort eingezogen ist. Die Lage sei gut, ...

Gut wohnt es sich im Wohnblock in der Boitzenburger Puschkinstraße 6/7, findet nicht nur Familie Herfurth, die 1961 dort eingezogen ist. Die Lage sei gut, die Zwei- und Zweieinhalb-Raum-Wohnungen schön, hinter dem Haus gibt es für jeden, der Interesse daran hat, ein kleines Stück Garten. Einziger Wermutstropfen sind die beiden Treppenhäuser. „1992 wurde das Gebäude durch die Wohnungsbaugenossenschaft ,Uckermark Templin‘ eG (WBG) saniert, für die Treppenhäuser hat das Geld jedoch nicht gereicht.“ Dementsprechend sehen sie auch aus und bräuchten mehr als nur eine Schönheitskur, darüber herrscht Einigkeit im Haus.

Zwar hat Anke Junker-Füchsel, WBG-Vorstand, Verständnis für diesen Wunsch, aber keine guten Nachrichten: „Der Wohnblock war einer der ersten, die wir saniert haben. An den Krediten, die wir dafür aufnehmen mussten, zahlen wir immer noch“, erklärte sie. Außerdem müsse man darauf achten, dass innerhalb der Genossenschaft alle Häuser auf dem gleichen Ausstattungsniveau sind. „In diesem Zusammenhang gibt es noch Handlungsbedarf an anderen Gebäuden, die Vorrang haben und in Ordnung gebracht werden müssen, weil sie die Substanz der Häuser schädigen und die Wohnqualität beeinträchtigen“, so Anke Junker-Füchsel. Der Treppenhausbereich in Boitzenburg sei also noch nicht dran, ein Termin nicht in Aussicht. Dafür habe man in den letzten Jahren bei den Boitzenburgern auf eine Mieter-
höhung verzichtet. „Sie bezahlen durchschnittlich 4,40Euro pro Quadratmeter kalt. Das ist für heutige Bedingungen sehr niedrig.“

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