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Fundstücke unterm Hammer

Wieder mal Chefin der Versteigerung: Uta Stahlberg von der Stadtverwaltung.
Wieder mal Chefin der Versteigerung: Uta Stahlberg von der Stadtverwaltung.
Michaela Kumkar

Um ein Schnäppchen zu machen, waren viele Leute am Sonnabend auf dem Weg in die Templiner Stadtverwaltung. Was länger als ein halbes Jahr im Fundbüro aufbewahrt worden war, wechselte den Besitzer.

Das war der unumstrittene Spitzenreiter bei der Versteigerung von Fundsachen in Templin: Schon vor Beginn der Aktion drängten sich Interessenten um ein Moped S 51. Zwar nur gedacht zur Ersatzteilgewinnung, aber dennoch heiß begehrt. Für 200 Euro kam das Gefährt unter den Hammer. Neue Besitzer haben jetzt auch zahlreiche Fahrräder, Schmuck, Uhren, ein Plasteboot, eine Angel, Campingartikel und sogar elektrische Zahnbürsten, natürlich ungenutzt. Alles verloren gegangene Dinge, die seit einem halben Jahr im Templiner Fundbüro aufbewahrt wurden, ohne, dass sich ihr Besitzer gemeldet hat, um sie wieder abzuholen.

Unter den Hammer kam aber auch Diebesgut, dass der Stadt von der Staatsanwaltschaft übergeben wurde, nachdem das Ermittlungsverfahren abgeschlossen war. Unter dem Strich kamen bei dieser Versteigerung 776 Euro zusammen. Geld, das drei Jahre verwahrt werden muss, bevor es in den städtischen Haushalt fließt.