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Verbrechen von Neonazis

:

Gedenken an Mordopfer rechter Gewalt

Bürgermeister Detlef Tabbert und Judith Porath begleiteten Waltraud Krüger (von links) an das Grab ihres Bruders Bernd Köhler.
Bürgermeister Detlef Tabbert und Judith Porath begleiteten Waltraud Krüger (von links) an das Grab ihres Bruders Bernd Köhler.
Ines Baumgartl

Vor zehn Jahren haben Rechtsextreme den Templiner Bernd Köhler umgebracht. Ein letztes Mal wurde jetzt öffentlich an die Tat erinnert.

In der Nacht zum 22.  Juli 2008 hat die Menschen in der Stadt Templin ein unfassbares Verbrechen erschüttert. Der damals 55-jährige Bernd Köhler war von rechtsradikalen Jugendlichen auf grausame Weise zu Tode gequält worden. Seither treffen sich Angehörige, Freunde und Vertreter der Stadt einmal im Jahr im Gedenken an das Opfer rechter Gewalt an dessen Grab.

Gedenken und Mahnung zugleich

Für Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke), der an der Ruhestätte auf dem Sankt-Georgen-Friedhof ein Blumengebinde niedergelegt hatte, ist das Gedenken zugleich eine Zeichen der Mahnung. Es gelte, „aufmerksam zu sein, mit allen Bürgern zu arbeiten, damit solche Ereignisse sich nicht wiederholen“. Den zehnten Todestag von Bernd Köhler nahm Judith Porath vom Verein Opferperspektive e. V., der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt im Land Brandenburg, zum Anlass, um Waltraud Krüger, die Schwester des Gewaltopfers, an dessen Grab zu begleiten. Judith Porath hatte die Angehörigen nach der Tat betreut.

Wunsch der Schwester

Die diesjährige Gedenkveranstaltung der Stadt am Grab von Bernd Köhler war die letzte dieser Art, teilte der Bürgermeister mit. Die Stadt entspreche dem Wunsch von Waltraud Krüger, künftig im Stillen ihres Bruders und der Tat gedenken zu wollen, hieß es.