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Gehen Eintrittspreise wieder baden?

Damit fing alles an: im Sommer 2014 sammelten Monika Pfahl, Kathleen Blume und Kerstin Genschow Unterschriften gegen Eintrittspreise für das Lychener Strandbad.
Damit fing alles an: im Sommer 2014 sammelten Monika Pfahl, Kathleen Blume und Kerstin Genschow Unterschriften gegen Eintrittspreise für das Lychener Strandbad.
Birgit Bruck.

Die nächste Saison kommt bestimmt. Bis dahin will man in der Flößerstadt Lychen klären, wie der Betrieb im Strandbad läuft. 

Erste Gespräche mit dem Betreiber hat es bereits gegeben, so Lychens stellvertretende Bürgermeisterin Karola Gundlach. Die Stadt - ihr gehört das Strandbad - hatte sich als Vermittler angeboten, nachdem es im Sommer 2014 erheblichen Ärger gab: Lychener und Gäste fühlten sich überrumpelt, als der Betreiber plötzlich Eintritt erhob. Unterschriften wurden gesammelt, in denen sich potenzielle Badegäste gegen die Eintrittspflicht aussprachen, der Uckermark Kurier berichtete.

Noch einmal darüber reden

Inzwischen gab es aus dem Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung die Anregung an den Pächter, die Eintrittspreisregelung zu überdenken. Auch über Öffnungszeiten wolle man noch einmal reden, ergänzte Karola Gundlach. Die SPD-Fraktion sieht Gesprächsbedarf, um den Pächter zu unterstützen. Beispielsweise bei der Bewirtschaftung der Grünanlagen.

Kommentare (1)

Es ist schon traurig mit anzusehen, wie die Stadt Lychen leichtfertig ihre ureigensten Immobilien aus der Hand gibt. Das Strandbad, eine hoch subventionierte Einrichtung der Stadt, ist durch eine undurchdachte Verpachtung quasi verschenkt worden. Nun muss man beim Pächter um Gnade betteln, dass er vielleicht, vielleicht aber auch nicht, die Eintrittspreise sozial verträglich gestaltet, und den Lychener Familien und Touristen ohne großes Budget und ohne Seegrundstück ein Stück Kinder-sicheres Baden und Familienzeit gestattet. Es gibt keine zweite Badestätte in Lychen, an der Kleinkinder derartig sicher baden können. Der Pächter, dem man ganz andere Interessen mit dieser Immobilie unterstellen muss, schert sich jedenfalls nicht um die Interessen der Lychener Bürger. Dieses Strandbad gehört zurück an die Lychener, der Pachtvertrag muss widerspiegeln, dass dies die vielleicht wichtigste (touristische) Infrastruktur Lychens für Familien ist. Der Pachtvertrag gehört gekündigt, und neu ausgeschrieben zu Bedingungen, die allen Kindern einen unbeschwerten und bezahlbaren Sommer ermöglichen.