VERMIETER VERUNSICHERT

Gema langt jetzt auch bei Fernseher in Ferienzimmern hin

Vermieter von privaten Urlaubsdomizilen werden neuerdings zur Kasse gebeten. Im uckermärkischen Lychen sorgt das bei touristischen Anbietern für Irritationen.
Auch im Urlaub kein Spiel verpassen - steht in der Ferienwohnung ein Fernseher, wird der Vermieter auch von der GEMA zur Kasse gebeten.
Auch im Urlaub kein Spiel verpassen - steht in der Ferienwohnung ein Fernseher, wird der Vermieter auch von der GEMA zur Kasse gebeten. Rolf Vennenbernd
Die GEMA macht Ansprüche jetzt auch bei Privatvermietern von Ferienunterkünften geltend.
Die GEMA macht Ansprüche jetzt auch bei Privatvermietern von Ferienunterkünften geltend. Jochen Eckel
Uckermark ·

Ein Fernsehgerät in der Ferienwohnung, im Ferienhaus, im Privatzimmer oder im Hotelzimmer gehört heute zum Standard. Dafür hat der Vermieter der Unterkunft den Rundfunkbeitrag bezahlen - das ist den meisten bekannt. In den vergangenen Wochen und Monaten hat nun auch die GEMA als Verwertungsgesellschaft die Anbieter zur Kasse gebeten. Das ist neu und hat nicht nur bei Anbietern privater Ferienunterkünfte in Lychen für Irritationen gesorgt.

Der Grund: Privatzimmer oder Ferienhäuser werden in der jetzt geübten GEMA-Praxis Hotelzimmern gleichgesetzt, wobei sich die Verwertungsgesellschaft auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes beruft. Danach gilt die "Verbreitung eines Sendesignal über einen in einem Hotelzimmer aufgestellten Fernsehapparat" als "gebührenpflichtige öffentliche Wiedergabe". Der Deutsche Tourismusverband (DTV) verweist in einer Stellungnahme auf "Restzweifel", ob sich diese Festlegung ohne weiteres auf private Ferienzimmer übertragen lässt.

Bis zu einer gerichtlichen Klärung müsse allerdings von einer Gebührenpflicht ausgegangen werden. Pro Unterkunft sind derzeit 28,32 Euro im Jahr fällig.

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