Ehrenbürgerschaft
Geplante Ehrung von Angela Merkel stößt auf Beifall und Kritik

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) 2014 bei einem Besuch in Templin (Brandenburg) anlässlich des Reformationstages.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) 2014 bei einem Besuch in Templin (Brandenburg) anlässlich des Reformationstages.
Bernd Settnik

In einer Woche entscheidet Templin, ob die Bundeskanzlerin Angela Merkel Ehrenbürgerin der Stadt werden soll. Während die Reaktionen darauf sehr unterschiedlich ausfallen, gibt es positive Signale aus Berlin.

Die Bundeskanzlerin als Ehrenbürgerin: Die Nachricht über die Absicht von Templiner Stadtverordneten, Angela Merkel mit der höchsten Auszeichnung der Stadt Templin zu ehren, hat bei den Einwohnern und vielen anderen ein großes Echo und ganz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Sie reichten von Hasstiraden in sozialen Netzwerken bis hin zu Beifall.

Während die einen zum Teil Unverständnis äußerten, warum so viele Menschen hinter Merkels Politik stehen, erreichten den Uckermark Kurier auch viele Stimmen von Befürwortern einer solchen Würdigung. Leser erkannten das Bemühen der Kanzlerin um sachlichen Dialog, ihren analytischen Verstand ebenso an wie ihre Beherrschtheit.

Kritik am Zeitpunkt der Würdigung

Andere stellten in Frage, dass der Bundeskanzlerin konkrete Verdienste zum Wohle der Stadt zugeschrieben werden könnten. Auch der Zeitpunkt einer solchen Würdigung, ausgerechnet jetzt, da die Kanzlerin wegen ihrer Asylpolitik derart unter Druck stehe, wurde kritisiert.

Idee schon vor über einem Jahr geboren

Stadtverordnete von Templin hatten schon vor über einem Jahr den Vorschlag unterbreitet, die Kanzlerin auf diese Weise zu ehren. Vor wenigen Wochen, als die Eskalation des Streits in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion so noch nicht abzusehen gewesen sei, hatte die Stadt Templin das Signal erreicht, dass sich die Kanzlerin über eine solche Ehrung freuen würde, bestätigte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke).