Joachimsthalsches Gymnasium
Große Hürde auf Weg zum Schulprojekt geschafft

Das ehemalige Joachimsthalsche Gymnasium in Templin soll in ein paar Jahren Schüler aus ganz Europa aufnehmen und in neuem Glanz erstrahlen, so die Vision der Schulinitiative.
Das ehemalige Joachimsthalsche Gymnasium in Templin soll in ein paar Jahren Schüler aus ganz Europa aufnehmen und in neuem Glanz erstrahlen, so die Vision der Schulinitiative.
Sigrid Werner

Die Vision von einer europäischen Schule am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium in Templin hat bei der EU positive Resonanz gefunden.

Der Oberste Rat der Europäischen Schulen hat am 6. Dezember 2018 einstimmig die Eröffnung des sogenannten Akkreditierungsverfahrens zur Etablierung einer solchen Bildungseinrichtung im uckermärkischen Templin befürwortet. Darüber berichtete Dr. Ferdinand von Saint André, Geschäftsführer der Stiftung Gebäudeensemble Joachimsthalsches Gymnasium. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Europäischen Schule in Templin sei damit geschafft, ein Großteil ist von der Schulinitiative aus Stiftung und Förderverein aber noch zu gehen.

Schüler aus ganz Europa

Der Oberste Rat als politisches Gremium aus Vertretern der Bildungsminister der 28 EU-Mitgliedsstaaten hat mit seiner Entscheidung ein zwischen Frankfurt am Main und Tallin einmaliges europäisches Integrationsprojekt in Brandenburg befürwortet. Auf dem traditionsreichen Schulgelände des ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasiums in Templin sollen junge Leute aus ganz Europa auf Zeit unter einem Dach leben und lernen können.

Bauprojekt kostet Millionen

Das Schulprojekt ist mit umfangreichen Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Gebäudeensembles verbunden. Für das in Etappen geplante Bauvorhaben ist am Ende ein Kostenrahmen von 77 Millionen Euro veranschlagt. Die Schulinitiative hofft, mit der positiven Nachricht aus Brüssel nun weitere Geldgeber ins Boot holen zu können.