UCKERMäRKER SEEN

Großes Fischsterben bisher ausgeblieben

Mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt der Seen. Das macht den Fischen Stress, auch im Naturpark Uckermärkische Seen.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Der Kelch eines großen Fischsterbens ist an den Seen der Naturparkregion bisher vorbeigegangen.
Der Kelch eines großen Fischsterbens ist an den Seen der Naturparkregion bisher vorbeigegangen. Sigrid Werner
Dr. Heike Wiedenhöft
Dr. Heike Wiedenhöft Sigrid Werner
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Templin.

Die Gewässer im Naturpark Uckemärkische Seen sind in diesem heißen Sommer um Haaresbreite um ein Fischsterben herumgekommen. Diese Zwischenbilanz zog Naturparkleiterin Dr. Heike Wiedenhöft. Bei Wassertemperaturen von 25 bis 26 Grad an der Oberfläche ist die Sauerstoffkonzentration in den Gewässern deutlich gesunken. Der Fährsee bei Templin soll zwischenzeitlich ab einer Tiefe von drei Metern nahezu sauerstofffrei gewesen sein, hatten Überprüfungen im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Wiederansiedlung von Armleuchteralgen ergeben. Selbst in fünf Metern Tiefe herrschten zeitweise noch Wassertemperaturen von 19 bis 20 Grad Celsius, hieß es.

Appell an die Angler

Jeder zusätzliche Nährstoffeintrag führt bei diesen hohen Temperaturen zu noch mehr Sauerstoffverbrauch durch Fäulnis und andere Abbauprozesse. Die Naturparkleiterin appellierte an die Angler, bei diesen Witterungsbedingungen nicht noch anzufüttern und den Fischen so nicht noch mehr Stress zu machen.

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