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Haftstrafe nach Spritztouren mit Feuerwehren

Weil ein junger Mann Feuerwehrfahrzeuge gestohlen hat und damit Spritztouren unternahm, verurteilte das Amtsgericht in Schwedt ihn am Mittwoch zu einem Jahr Haft.             
Weil ein junger Mann Feuerwehrfahrzeuge gestohlen hat und damit Spritztouren unternahm, verurteilte das Amtsgericht in Schwedt ihn am Mittwoch zu einem Jahr Haft.  
David Ebener

Ein junger Mann schwingt sich hinter das Lenkrad von Einsatzfahrzeugen und kurvt stundenlang damit durch die Gegend. Nicht weil er helfen will, sondern aus purer Langeweile.

Weil ein 20-Jähriger aus Angermünde aus Langeweile Feuerwehrautos gestohlen hat, verurteilte ihn jetzt das Amtsgericht Schwedt zu einer Jugendstrafe von einem Jahr. Zur Bewährung wurde das Urteil nicht ausgesetzt, denn der junge Mann ist vorbestraft.

Vor Gericht hatte er eingeräumt, nach den Diebstählen stundenlang mit den Einsatzfahrzeugen umher gefahren zu sein. Nach den Spritztouren stellte er die teure Technik auf Straßen oder Feldwegen ab. Einen Führerschein besaß er allerdings nicht. Als Motiv nannte der Mann Langeweile. Er hatte in dem Prozess ein Geständnis abgelegt.

Verurteilt wurde er wegen fünffachen Diebstahls, Unterschlagung und Fahrens ohne Führerschein. Die Richter befanden den Angeklagten für vermindert schuldfähig, da er an einer sogenannten Intelligenzminderung leidet, wie es hieß. Der Haftbefehl wurde aufrechterhalten.