Feueralarm

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Haus in Ahrensdorf ausgebrannt

Templiner Wehr hat Feuer nach 50 Minuten unter Kontrolle - Ursache noch ungeklärt

Fensterscheiben zerbersten. Meterhohe Flammen lodern aus den Öffnungen des kleinen Häuschens in Ahrensdorf, in der Nähe des Seehofes, als gestern früh gegen 4.40 Uhr die Templiner Feuerwehr nach zweimaligem Sirenalarm am Brandort eintrifft. "Wir fanden einen Vollbrand vor", charakterisiert der Einsatzleiter Burkhard Wartenberg die Situation. Von Polizeibeamten, die nur Minuten vor der Wehr am Brandort waren, wird darauf aufmerksam gemacht, daß sich im Keller des Häuschens volle Öltanks befinden. Die Eigentümer des Hauses, ein älteres Ehepaar, konnten sich vor den Flammen in Sicherheit bringen. Weitere Personen seien nicht mehr im Haus, so der Hinweis von der Polizei an die Einsatzleitung.

Kurze, knappe Kommandos gehen an die etwa 30 Feuerwehrleute vor Ort. Von zwei in der Nähe befindlichen Hydranten werden Schlauchleitungen bis zu den Tankern in Minutenschnelle gelegt. Durch einen massiven Wassereinsatz, so Burkhard Wartenberg, habe die Templiner Wehr nach knapp 50 Minuten das Feuer unter Kontrolle gehabt. Zu keiner Zeit habe aber die Gefahr bestanden, daß das Feuer auf die Öltanks übergreift. Mit drei Strahlrohren habe man den Brand im Innern des Hauses eindämmen können. Vermutlich, so Burkhard Wartenberg, sei es in der Küche ausgebrochen. Durch die offenstehenden Türen konnte es sich sehr schnell über das ganze Haus ausbreiten. In der Küche habe man einen sogenannten Durchbrand in das Dachgeschoß vorgefunden. Das bedeute, so Burkhard Wartenberg, daß die Holzbalkendecke in diesem Bereich völlig durchgebrannt war. Die Treppe ins Obergeschoß sei durch die Feuerwehrleute auch nicht mehr begehbar gewesen. Der Versuch von fünf Trupps, mit Atemschutztechnik im Haus noch etwas Hab und Gut zu retten, scheiterte. Das Feuer hatte schon zu weit um sich gegriffen. Der stellvertretende Wehrleiter, Reinhard Zurell, sagte, es müßten unerhörte Temperaturen entstanden sein. Selbst die Klinker im Eingangsbereich seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Dach abgedeckt

Der Besitzer, ein 75jähriger Herr stand im Trainingsanzug vor seinem brennenden Haus. Er sei durch Brandgeruch wach geworden, erzählt er, habe seine Frau geweckt und gesehen, daß es in der Küche schon lichterloh brannte. Die ältere Dame sei bei Nachbarn untergekommen. Einsatzkräfte des DRK, die ebenfalls vor Ort waren, hatten sie aber dann vorsorglich doch ins Templiner Krankenhaus gebracht.

Als kurz vor 6 Uhr das Feuer im Innern des Hauses abgelöscht war, begannen Feuerwehrleute, das Dach abzudecken. Dies sei erforderlich, so Burkhard Wartenberg, damit nicht noch Glutnester im Gebälk erneut Flammen hervorrufen könnten. Zu den Ursachen des Brandes konnten sich gestern weder Polizei noch Feuerwehr äußern. Die Ermittlungen laufen, hieß es. Die Stadt stellte der Familie eine 3-Raum-Wohnung zur Verfügung.