Pläne für altes FDJ-Ferienheim
Herberge als Hoffnung für marodes Bauwerk?

Geht es nach dem Wunsch des Jugendherbergsverbandes, dann könnte der Standort der Hyparschale zu einer Übernachtungsmöglichkeit für Schulklassen werden.
Geht es nach dem Wunsch des Jugendherbergsverbandes, dann könnte der Standort der Hyparschale zu einer Übernachtungsmöglichkeit für Schulklassen werden.
Birgit Bruck/ Felix Kästle, Montage: Nadine Teucher

Noch ist nicht entschieden, ob künftig junge Leute im Templiner Bürgergarten übernachten können. Es gibt einen Interessenten, der erste Pläne dafür entwickelt hat. Darüber gibt es in der Stadt aber unterschiedliche Auffassungen.

Das Deutsche Jugendherbergswerk würde die marode Hyparschale, die zum ehemaligen FDGB-Ferienheim „Salvador Allende“ gehörte, gern als Speise- und Veranstaltungssaal für eine Jugendherberge nutzen. Friedrich-Wilhelm Giesel, Mitglied der Arbeitsgruppe „Allende“, mag sich mit einer solchen Nutzung nicht recht anfreunden. Gegen eine Jugendherberge spricht nichts, findet er. Allerdings nicht im Bürgergarten. Sigrid Hollendorf, die in Metzelthin wohnt, wundert sich, dass die Idee einer Jugendherberge wieder ins Gespräch kommt. Neu sei sie nicht. „Ich bin jedoch sehr dafür, neben die Hyparschale eine Jugendherberge zu bauen und das gesamte Areal für die Einheimischen kulturell nutzbar zu machen.“

Übers Knie gebrochen werden soll die Entscheidung nicht. „Das Deutsche Jugendherbergswerk steht zu seinem Vorschlag, vorausgesetzt es gibt dafür grünes Licht aus Templin“, so Bürgermeister Detlef Tabbert. Im Oktober soll das Projekt den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Allende“ vorgestellt werden. Im November wird der Vorentwurf Thema im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Energie und Stadtentwicklung sein.