Ein etwas anderer Naturgenuss
Hier geht's nur im Gänsemarsch vorwärts

Besonders eng wird es für Wanderer am Templiner Stadtsee, wenn sie am Uferweg am Weinberg unterwegs sind.
Besonders eng wird es für Wanderer am Templiner Stadtsee, wenn sie am Uferweg am Weinberg unterwegs sind.
Sigrid Werner

Direkte Naturberührung, Zeckengarantie und Rheumakurmittel, sprich Brennnessel: All das bietet der Rundweg am Stadtsee in Templin zurzeit teilweise. Das findet aber nicht jeder schön. Wächst der Wanderweg langsam aber sicher zu?

210 Kilometer Wanderwege gibt es auf dem Gebiet der Kurstadt Templin. Eine ordentliche Strecke, die auch gepflegt werden will. Komplett, wie es sich Touristen und Einheimische zu Recht wünschen, kann sich die Stadt aber finanziell nicht leisten. Sie hat auch nicht genug Mitarbeiter dafür. Die Zeiten, in denen dafür Beschäftigte aus Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes zur Verfügung standen, sind vorbei. Deshalb gibt es eine Prioritätenliste, in der steht, auf welchen Wanderwegen zuerst und wieweit für Ordnung gesorgt wird und wo nur nach Bedarf.

Das ärgert auch Einheimische, wie Hans-Joachim Sack. Besonders schlimm sieht es zurzeit am Rundweg um den Stadtsee aus. Dort kann man streckenweise nur noch im Gänsemarsch hintereinander laufen. Der Templiner findet, dass in der Kurstadt wie in anderen Urlaubsorten auch mehr Geld für solche Dinge ausgegeben werden muss. Man könne sich nicht nur allein auf die NaturTherme als touristisches Zugpferd verlassen.

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