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Holperpiste überreif für neues Pflaster

Breite Landwirtschaftstechnik hat es in Friedenfelde schwer und zerfährt notgedrungen die Ränder.
Breite Landwirtschaftstechnik hat es in Friedenfelde schwer und zerfährt notgedrungen die Ränder.
Sigrid Werner

Wenn die großen, breiten Landmaschinen über das schmale, löchrige Pflaster durch Friedenfelde holpern, dann hört es jeder: Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Nicht nur die Ortsdurchfahrt Friedenfelde ist eine Katastrophe. Auch eine der landschaftlich schönsten Straßen in der Region, die Trasse von Groß Kölpin nach Friedenfelde, die viele Touristen nutzen, liefert ein grauenvolles Bild. Kaputtes Kopfsteinpflaster, sandige, ausgefahrene Seitenstreifen, riesige Löcher... Wer mit dem Fahrrad dort entlangfährt, muss gute Reifen haben. Autofahrer nehmen in der Regel freiwillig den Fuß vom Gas. Doch das wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Friedenfelde habe eine asphaltierte Anbindung, die auch vom öffentlichen Personennahverkehr genutzt werden kann, erklärt dazu Landrat Dietmar Schulze. Ein Ausbau der Straße nach Groß Kölpin sei kaum zu finanzieren, außerdem wäre mit massiven naturschutzfachlichen Widerständen zu rechnen.

Für die Ortsdurchfahrt macht Schulze ein klein bisschen Hoffnung. In dieser Woche sei er zu Gesprächen in Potsdam bei Minister Vogelsänger, um Gegenfinanzierungen für Straßensanierungen im Kreis zu organisieren. Die Ortsdurchfahrt Friedenfelde stehe dabei neben Sternfelde im Boitzenburger Land ziemlich oben in der Prioritätenliste. Bedingung ist: Auch die Gemeinde und die Einwohner stehen dazu, dass die Ortsdurchfahrt gebaut werde.

Auf 5,50 ausgebaut, mit einem einen Meter breiten Pflasterstreifen in der Mitte, könnte auch der Dorfbildcharakter bewahrt bleiben und dem Biosphärenreservat Genüge getan werden.