Neue Pläne für Nutzung

Hyparschale von Ulrich Müther in Templin wird saniert

Abgeschirmt von der Außenwelt wird an an der Hyparschale von Ulrich Müther im Templiner Bürgergarten gearbeitet. Nach langem Leerstand gibt es nun Pläne für die Nutzung des national bedeutsames Denkmals.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Derzeit werden die Stahlträger der Fassade der Templiner Hyparschale saniert. 
Derzeit werden die Stahlträger der Fassade der Templiner Hyparschale saniert. Sigrid Werner
Die Hyparschale zeigt sich verhüllt und erinnert fast an ein Kunstobjekt von Christo.
Die Hyparschale zeigt sich verhüllt und erinnert fast an ein Kunstobjekt von Christo. Sigrid Werner
Mitarbeiter der Firma BTT geben den Stahlträgern neuen Schliff.
Mitarbeiter der Firma BTT geben den Stahlträgern neuen Schliff. Sigrid Werner
Lutz Grabowski ist Architekt für die Baumaßnahme.
Lutz Grabowski ist Architekt für die Baumaßnahme. Sigrid Werner
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Templin.

Verhüllt wie 1995 das Reichstagsgebäude, steht derzeit die Hyparschale im Templiner Bürgergarten. Doch anders als bei dem Projekt des Künstlers Christo in Berlin, geht es in der Kurstadt nicht um Kunst. Hinter den Planen werden die Arbeiten zu Sicherung des denkmalgeschützten Gebäudes fortgesetzt.

Gläserne Fassade

Nach der Sanierung des Betonschalendaches und dem Abriss von Nebengebäuden und Kellern sollen nun die Betonschale von unten saniert, die Stahlträger der Fassade gereinigt und mit neuem Korrosionsschutz- und Farbanstrich versehen werden. Um eine Umweltbelastung zu verhindern, wurde der derzeit hohle Baukörper mit Planen zugehängt. Im Herbst soll die Hyparschale wieder Glasfenster erhalten. Rund 570.000 Euro steckt die Stadt in diesen Bauabschnitt, darunter sind Zuschüsse vom Land und vom Bund.

Neue Nutzung

Das Gebäude im Bürgergarten war einst Veranstaltungszentrum und Gastronomiekomplex für das FDGB-Erholungsheim „Salvador Allende”. Nach jahrelangem Leerstand soll die Immobilie wieder genutzt werden. Im Gespräch sind die Naturparkverwaltung und eine Kita.

Die Hyparschale gilt als national bedeutsames Denkmal. Bauingenieur Ulrich Müther hatte einst den Templinern Statik- und Konstruktionsunterlagen für das gekrümmte Betonschalentragwerk als „Wiederverwendungsprojekt“ überlassen. Von Müther stammt unter anderem auch die Stadthalle in Neubrandenburg.