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"Ich verdanke den Ärzten mein Leben"

Jutta Schiefelbein geht es wieder gut. Ärzte in Templin haben ihre das Leben gerettet.
Jutta Schiefelbein geht es wieder gut. Ärzte in Templin haben ihre das Leben gerettet.
Birgit Bruck

Jutta Schiefelbein aus Milmersdorf feiert in der nächsten Woche Geburtstag. Zum zweiten Mal in diesem Jahr. Als das Leben der temperamentvollen Seniorin an einem seidenen Faden hängt, setzen Templiner Mediziner alles daran, ihr zu helfen.

Im Spätsommer ist Holunderbeerenzeit für Jutta Schiefelbein. Ganze sieben Eimer der schwarzen „Fliederbeeren“ hat sie zu Likör und Marmelade verarbeitet. Wie jedes Jahr. Und doch ist es diesmal etwas ganz Besonderes. Denn als der Holunder blühte, war alles andere als klar, ob die Milmersdorferin auch in diesem Jahr die reifen Beeren erleben würde. Die agile 82-Jährige verdankt Templiner Ärzten ihr Leben.

Im Jahr 2000 wird bei Jutta Schiefelbein Darmkrebs festgestellt. Sie wird im Templiner Krankenhaus operiert, Chemotherapie und Bestrahlungen in Berlin-Buch schließen sich an. „Ich war schwach, aber ich habe gedacht, nun ist alles wieder gut“, erinnert sie sich. Langsam zieht wieder Alltag ein. Unterbrochen immer wieder von Attacken, in denen sie unter heftigen Schmerzen und Durchfällen leidet. Als Ursachen für die immer wiederkehrenden schmerzhaften Attacken machten die Ärzte Verwachsungen am Dünndarm aus – eine Folge der Bestrahlungen. Eine Operation lehnten sie als zu riskant ab.

Jutta Schiefelbein hat am 14. Juni gerade einen Kuchen gebacken, als sich wieder eine dieser Attacken ankündigt. „Erst dachte ich, es ist wie immer, aber dann wurde ich immer schwächer“, berichtet sie. Im Templiner Krankenhaus die dramatische Diagnose: Darmverschluss und ein geplatzter Dünndarm. „Es hieß, wenn ich die Nacht überlebe und die OP, dann habe ich eine Chance“, erinnert sich Jutta Schiefelbein an diese Stunden.

Sie überlebt die Nacht, die Operation und die folgenden acht Tage auf der Intensivstation. Insgesamt vier Wochen bleibt sie im Krankenhaus, trainiert auf den Krankenhausfluren ihre Kondition. „Ich wohne im dritten Stock, da muss ich doch sehen, dass ich schnell wieder fit werde“, lächelt sie. Auch das ist ihr gelungen. Jetzt, da es ihr wieder besser geht, will sie ihren Rettern in Weiß unbedingt öffentlich Danke sagen – besonders dem Chirurgenteam unter Dr. Hans-Peter Conrad sowie den Schwestern und Pflegern der Intensivstation und der Station ICA 2.

Ihnen allen hat Jutta Schiefelbein zu verdanken, dass sie in wenigen Tagen ihren 83. Geburtstag feiern kann.