HANDWERKSTRADITION NEU BELEBT

Im Berliner Tor klappern jetzt die Klöppel

Die Templiner Stadttore sind echte Wahrzeichen. Was passt also besser in ein solches historisches Bauwerk, als alte Handwerkstraditionen? Filzen, Spinnen und Weben oder einfach nur zuschauen können Besucher jetzt im Berliner Tor.
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Diese Hanfspitze entstand nach einer Vorlage aus dem 18. Jahrhundert.
Diese Hanfspitze entstand nach einer Vorlage aus dem 18. Jahrhundert. Privat
Templin.

Große Resonanz erfuhren die Mitglieder der Ringenwalder Interessengemeinschaft (IG) „Altes Handwerk in der Mark Brandenburg“  im Berliner Tor in Templin. Sie haben die Räume in der Berliner Straße von der Stadt gemietet. In dem geschichtsträchtigen Gemäuer wollen sie eine Lanze für Kunst und Kultur, Heimatpflege und traditionelles Brauchtum brechen. Gäste können dort erleben und natürlich auch selbst ausprobieren, wie Weben, Körbeflechten und Spinnen funktioniert, und außerdem etwas über die Nutzung von Naturrohstoffen erfahren. 

Annekathrin Scheibe und Frank Viohl, Mitglieder der IG, freuen sich über gute Besucherzahlen im ersten Monat und auch neue Vereinsmitglieder. Mit besonderen Veranstaltungen soll noch mehr Leben in das Berliner Tor einziehen. Der Kalender ist entsprechend gut gefüllt. Im Februar sind gleich mehrere Workshops geplant, in denen es ums Klöppeln, Filzen und Spinnen geht. Sie finden am 11., 13., 14., 15. und 25. Februar statt. Höhepunkt werde sicher der 14. Juni sein, wenn sich die Protagonisten mit Kunst und Handwerk vor dem Berliner Tor einfinden und zum Mitmachen einladen. Grundsätzlich ist dienstags, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

„Ganz dringend suchen wir übrigens noch alte Handwerksgeräte für unsere Ausstellung und würden uns auch über Kunsthandwerker aus der Umgebung freuen, die uns bei unserem Anliegen unterstützen“, so Annekathrin Scheibe.

Kontakt: 03987 3275

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