:

Immer mehr Schilder zugepappt

Hier hat jemand kund getan, an welchem Fußballverein sein Herz hängt.
Hier hat jemand kund getan, an welchem Fußballverein sein Herz hängt.
Michaela Kumkar

Nicht jeder kann sich für Sticker in der Öffentlichkeit begeistern. In Templin gab es darüber eine Diskussion unter Kommunalpolitikern.

Dass Verkehrs- oder Straßenschilder, Laternenmasten und Papierkörbe in Templin regelmäßig mit Aufklebern dekoriert werden, sorgt für Diskussionsstoff. Kommunalpolitiker ärgern sich so sehr darüber, dass darüber im Bildungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung debattiert wurde. Der Stadtverordnete Otto Schallhorn (Wählergemeinschaft den Bürgern verpflichtet) findet, dass die Spuckis – so heißen die Aufkleber – weg müssen. Sonst entstünde der Eindruck, dass man das Bekleben billigend in Kauf nehme.

Das scheint jedoch einfacher gesagt als getan. Die klebrigen Schnipsel zu entfernen sei mühselig und aufwendig, so Ute Stahlberg von der Stadtverwaltung. Der Landesbetrieb für Straßenwesen sei deshalb an seinen Straßen schon dazu übergegangen, die Schilder einfach gegen neue auszutauschen.

Bei Aufklebern mit rechtsradikalem Inhalt müsse sofort gehandelt werden, sagte Ute Stahlberg. In solchen Fällen werde Anzeige bei der Polizei erstattet.