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Ist hier ein Stau vorprogrammiert?

Die neue Mittelinsel ist für Fußgänger gedacht, damit sie über die Straße kommen, weil die Ampel in diesem Bereich künftig wegfällt.
Die neue Mittelinsel ist für Fußgänger gedacht, damit sie über die Straße kommen, weil die Ampel in diesem Bereich künftig wegfällt.
Michaela Kumkar

Nach Abschluss der Bauarbeiten in der Templiner Stadtmitte sollen im Marktbereich nur noch zwei Fahrbahnen befahrbar sein. Ein Einwohner befürchtet, dass es so zum Verkehrschaos kommt.

Dass die Templiner Mühlenstraße ausgebaut wird, sei höchste Zeit gewesen, findet Heinz Matzdorf. Der Verkehrsführung direkt im Marktbereich steht er jedoch skeptisch gegenüber. Dort soll es nach Abschluss der Arbeiten zwei- statt dreispurig weitergehen. Stattdessen sollen Mittelinseln den Verkehr für Fußgänger übersichtlicher gestalten. An verkehrsreichen Tagen befürchtet der Templiner deswegen ein Chaos: „Es kommt zum Stau. Auch deshalb, weil sich am Markt zwei Bushaltestellen befinden. Durch die neue Verkehrsführung und die vorgesehene Insel wird es nicht mehr möglich sein, dass Pkw und große Lkw an den Bussen vorbeifahren können“, schätzt Matzdorf.

Templins Bürgermeister Detlef Tabbert sieht noch Handlungsspielraum, wenn mehr Staus auftreten sollten, als von den Verkehrsplanern berechnet. „Deshalb wird beispielsweise die Mittelinsel am Markt anders als im Bereich der Lychener Straße gestaltet“, so sein Hinweis. Sie soll nicht so hoch sein, damit man auch darüber fahren kann, um unter anderem an einem haltenden Bus vorbei zu kommen.

Kommentare (1)

Scheinbar hat der Bürgermeister den Sinn einer Verkehrsinsel nicht verstanden. Verkehrsinseln, teilw. auch als Querungshilfen bezeichnet, sollen die Fahrbahn verengen und sind in der Regel nicht zum Befahren vorgesehen. Sie sollen dem Fußgänger das Überqueren der Straße erleichtern. Zukünftig wird es wahrscheinlich drei Szenarien in der Innenstadt geben: - entweder es kommt zum täglichen Stau und/oder die Verkehrsinsel wird ständig befahren oder der Verkehr sucht sich andere Wege durch die historischen Innenstadt zum Leid der Anwohner an den gepflasterten Straßen.