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Junge Kastanie wächst als Symbol für die Zukunft

Zusammen haben sie einen Baum für das MKC gepflanzt: die Vorstandsmitglieder des Vereins Multikulturelles Centum Templin e. V. und die Mitarbeiter des Hauses.
Zusammen haben sie einen Baum für das MKC gepflanzt: die Vorstandsmitglieder des Vereins Multikulturelles Centum Templin e. V. und die Mitarbeiter des Hauses.
Michaela Kumkar

Ein Jahr, zwei Jubiläen: Das Multikulturelle Centrum (MKC) in Templin bietet seit 20 Jahren Theater, Ausstellungen und Konzerte. Damit nicht genug. Es ist auch ein Kino, in dem seit 100 Jahren Filme über die Leinwand flimmern. Zum Jubiläum gibt es dort jetzt eine echte Rarität.

Die Wiese vor dem Multikulturellen Centrum (MKC) in Templin ist jetzt um einen jungen Baum reicher. Gepflanzt haben die rotblühende Kastanie Mitglieder des Vorstandes des Vereins Multikulturelles Centrums e. V. Aus gutem Grund, denn am Mittwoch gibt es etwas zu feiern: Vor 20 Jahren wurde das Haus in der Prenzlauer Allee nach Umbau und Sanierung des damaligen Filmtheaters Templin als Kulturzentrum aus der Taufe gehoben. Dazu gesellt sich noch ein zweites Jubiläum: 100 Jahre Kino in Templin.

„Das ‚Wendeprojekt MKC‘ wurde zur Erfolgsgeschichte“, so Bärbel Makowitz, Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, und MKC-Geschäftsführerin Kathrin Frese gibt ihr Recht. Bester Beweis ist beispielsweise die Auszeichnung mit dem medienboard-Kinoprogrammpreis, die das Haus gerade bekommen hat, übrigens bereits zum siebenten Mal in Folge. In diesem Jahr gab es sogar einen der drei Hauptpreise. Das Templiner Kulturzentrum bietet 100 Veranstaltungen und 800 Kinovorführungen im Jahr. Allein 2012 kamen 30 000 Besucher, so viele wie noch nie seit der Eröffnung des Hauses. Ausstellungen, Konzerte, Kabarett und Theater stehen auf dem Programm. Dazu kommen große Open-Air-Events wie die Wasserspiele, Schultheaterverstellungen und Podiumsdiskussionen.

Ganz im Zeichen des Kinojubiläums steht der 17. Dezember. Dann beginnt um 19 Uhr ein Stummfilmabend mit Livemusik im MKC. „Wir zeigen unter anderem eine echte Rarität“, verrät Kathrin Frese. „Und zwar den Streifen, der 1913 in der ersten Kinovorführung im Festsaal des damaligen Seebades, heute das Gebäude des MKC, lief. Darin ging es um die Eröffnung des Völkerschlachtdenkmals.“