GROßBAUSTELLE IN TEMPLINER INNENSTADT

Kamera und Spachtel geben den Takt an

Unter den Straßen und Plätzen der historischen Innenstadt von Templin lagern Schätze. Zumindest für Archäologen. Einige dieser Schätze dürfen sie derzeit heben.
Nordkurier Nordkurier
Oben sind die Bauarbeiter mit schwerer Technik zu Gange, unten schiebt die Archäologin auf ihre Weise Gramm für Gramm das Erdreich beiseite.
Oben sind die Bauarbeiter mit schwerer Technik zu Gange, unten schiebt die Archäologin auf ihre Weise Gramm für Gramm das Erdreich beiseite. Sigrid Werner
Grabungsleiterin Karoline Müller (vorn) dokumentiert die Farbzeichnungen in der Grabenwand mit dem Fotoapparat.
Grabungsleiterin Karoline Müller (vorn) dokumentiert die Farbzeichnungen in der Grabenwand mit dem Fotoapparat. Sigrid Werner
Immer wieder Absprachen zwischen Baggerfahrer und Archäologen. Noch geht alles Hand in Hand auf der Baustelle in der Oberen Mühlenstraße.
Immer wieder Absprachen zwischen Baggerfahrer und Archäologen. Noch geht alles Hand in Hand auf der Baustelle in der Oberen Mühlenstraße. Sigrid Werner
An der Bullenwiese baggern die Strabag-Mitarbeiter erst mal den Trümmerschutt weg, um später die Regenentwässerung verlegen zu können.
An der Bullenwiese baggern die Strabag-Mitarbeiter erst mal den Trümmerschutt weg, um später die Regenentwässerung verlegen zu können. Sigrid Werner
Mitarbeiter der Firma Henke müssen in all dem Trubel eine Mittelspannungsleitung umverlegen.
Mitarbeiter der Firma Henke müssen in all dem Trubel eine Mittelspannungsleitung umverlegen. Sigrid Werner
Morgens und abends führt Kerstin Prütz und Nadine Felsmann an der Baustelle vorbei und sie möchten immer gern wissen, ob die Archäologen wieder fündig geworden sind.
Morgens und abends führt Kerstin Prütz und Nadine Felsmann an der Baustelle vorbei und sie möchten immer gern wissen, ob die Archäologen wieder fündig geworden sind. Sigrid Werner
Für den ehemaligen Straßenbauer Harry Woitkowitz (75) ist die Baustelle derzeit eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in der Stadt. Zu seinen Zeiten war mehr Muskelkraft gefragt.
Für den ehemaligen Straßenbauer Harry Woitkowitz (75) ist die Baustelle derzeit eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in der Stadt. Zu seinen Zeiten war mehr Muskelkraft gefragt. Sigrid Werner
Templin.

Seit eineinhalb Wochen gibt es in Templin wieder eine Großbaustelle. Aber nicht nur die riesigen Schaufeln der Strabag-Bagger geben jetzt hier den Takt an, sondern auch Sieb, Kamera und Spatel. Denn eine archäologische Baubegleitung ist Pflicht in der historischen Altstadt.

Der Start scheint erst mal recht harmonisch zu laufen. Die Bagger kratzen die ersten 30 Zentimeter Erdreich ab, die Archäologen bekommen zu tun, und dann schwenken die Baufahrzeuge Richtung Bullenwiese, wo sie ungestört von Archäologen metertief buddeln dürfen. Ab der Fischerstraße, Richtung Markt, dürfte es enger werden. Dann heißt es jeweils warten, bis die Mitarbeiter des  Archäologiebüros ABD-Dressler mögliche Funde freigelegt und dokumentiert haben.

Dass da was zu holen sein wird, gilt als sicher, aber für die Bauplaner als unkalkulierbar im Zeitaufwand. Denn schon kurz vor der Stadtmauer stieß man auf mögliche Spuren von Grundstücken, die bereits vor 1735 angelegt sein könnten.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Templin

Kommende Events in Templin (Anzeige)

zur Homepage