GESUNDHEITSVORSORGE

Karies in Milchzähnen - nein danke!

Eigentlich wissen es alle: Süße Tees und Fruchtsäfte sind nicht gut für die Zähne von Kindern. Damit Eltern bei ihrem Nachwuchs mehr auf die Mundgesundheit achten, gibt es die Aktion "Kita mit Biss".
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Die Stegelitzer Kita "Pfiffikus" macht mit bei der Aktion "Kita mit Biss". Zahnärztin Hannelore Foth (links) überreichte dort das Zertifikat. Luisa, bald ein Schulkind (rechts), zeigte ihr ihre Wackelzähne.
Die Stegelitzer Kita "Pfiffikus" macht mit bei der Aktion "Kita mit Biss". Zahnärztin Hannelore Foth (links) überreichte dort das Zertifikat. Luisa, bald ein Schulkind (rechts), zeigte ihr ihre Wackelzähne. Michaela Kumkar
Uckermark.

Kleine Kinder mit bräunlich verfärbten Milchzahnresten, solche Patienten sieht Zahnärztin Hannelore Foth öfter. Sie arbeitet beim Zahnärztlichen Dienst Uckermark, der zur Vorsorge regelmäßig in Kitas und Schulen unterwegs ist. "Das sieht nicht nur hässlich aus. Die Kinder haben Schmerzen und die neuen, bleibenden Zähne werden durch die Keime geschädigt.“

Ursache für diese Milchzahnkaries sei das lange Trinken aus Nuckelflaschen, in denen sich meist süße Tees, Säfte, Saftschorlen oder Eistee befinden. Leider achten noch nicht alle Eltern genug darauf. Damit sich das ändert, gibt es die Aktion "Kita mit Biss". "Initiiert wurde sie vor zehn Jahren in Frankfurt/Oder und mit Erfolg umgesetzt", so Hannelore Foth. Was dort gut klappt, wird inzwischen auch in der Uckermark praktiziert. Über 40 Einrichtungen im Landkreis beteiligen sich daran.

Sobald die Kinder aus der Tasse trinken können, sind Nuckelflaschen und Trinklerngefäße in den "Kitas mit Biss" tabu. Ein gesundes Frühstück, Obst- und Gemüsezwischenmahlzeiten, ungesüßte Getränke und ein zuckerfreier Vormittag, dazu verpflichten sich die teilnehmenden Einrichtungen außerdem. Die tägliche gemeinsamen Zahnpflege gehört ohnehin dazu. Alle Eltern bekommen Informationen, was sie für die Mundgesundheit ihrer Kinder tun können. Und sie werden gebeten, sich auch zu Hause darum zu kümmern.

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