Osterglück

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„Kleiner Mann“ verhindert Brand

Lob von Polizei und Feuerwehr für Verhalten.

Dieses Ostern wird Familie Krause aus der Milmersdorfer Straße 41 in Ahrensdorf so schnell sicherlich nicht vergessen. Am Ostersonnabend vormittags wollten Margitta und Bernd Krause nur mal rasch mit dem Auto nach Templin fahren und die Oma aus dem Pflegeheim über die Feiertage nach Ahrensdorf holen. Der achtjährige Philipp blieb indessen allein zu Hause in dem Einfamilienhaus und guckte Fensehen. „

Komischer Geruch“ veranlasste ihn mal nachzusehen, woher das kam.‹‹ Dicker QualmIn der Küche im ersten Stock schlug ihm dicker Qualm entgegen, der offensichtlich vom Küchenherd kam. Geistesgegenwärtig flitzte er die Treppe hinunter zum Telefon und wählte die 110. Der Diensthabende der Templiner Polizeiwache fand die Schilderungen des Kindes über den Vorfall sehr glaubhaft, schickte umgehend einen Funkstreifenwagen zur Brandstelle und sorgte dafür, dass die Templiner Feuerwehr alarmiert wurde.

Die rückte – immer auf das Schlimmste gefasst – mit vier Fahrzeugen aus. Erst zwei Tage zuvor waren die Kameraden, ebenfalls bei einem Hausbrand, in Herzfelde eingesetzt gewesen.Dort hatte ein Mehrfamilienhaus in Flammen gestandenIn Ahrensdorf angekommen wurden sofort Schläuche ausgerollt und der Brandeinsatz mit schwerem Atemschutzgerät vorbereitet. Aber – kein Rauch, kein Feuer. Nur rundum offene Fenster im Obergeschoss. Nachbarn traten verwundert auf die Straße und fragten, was denn los sei.

Die beiden Polizisten Alexandra Staffe und Fred Schulz, die zuerst vor Ort eintrafen, waren von dem kleinen Philipp erwartet worden. Er führte sie ins Haus und wies ihnen den Weg nach oben. Die Beamten fanden schnell die Brandursache. Sie schalteten einen Elektroherd aus, auf dem ein glühender Kochtopf mit einem brennenden Holzlöffel darin stand. Das Hängeteil über dem Herd war bereits angekohlt. Nicht auszudenken, wenn sich das Feuer auf die komplett holzgetäfelte Küche ausgedehnt hätte.

Um den vor Aufregung zitternden „kleinen Mann“, wie eine ältere Frau sagte, bemühten sich Nachbarn. Und Alexandra Staffe beruhigte ihn dann im Polizeiauto, bis er von einem Rettungswagen übernommen und untersucht wurde.Unversehrt konnte er den inzwischen eingetroffenen, ziemlich erschrockenen Eltern übergeben werdenIn einem sind sich die Polizisten und Wehrführer Burkhard Wartenberg völlig einig: Der Junge hat klasse reagiert. Er verdient ein großes Lob. Das sehen seine Eltern sicher ebenso.