Nahverkehrsplan

:

Kreis Uckermark zahlt mehr Geld für Busse

Nur geringe Änderungen soll es beim Nahverkehrsplan des Landkreises Uckermark 2019 gegenüber dem Vorjahr geben.
Nur geringe Änderungen soll es beim Nahverkehrsplan des Landkreises Uckermark 2019 gegenüber dem Vorjahr geben.
Horst Skoupy

Vor den Abgeordneten der Uckermark steht die Aufgabe, den Fahrplan für 2019 zu beschließen. Vor zwei Jahren gab es dazu heftige Proteste.

Mehr Geld als in diesem Jahr will der Landkreis Uckermark 2019 für den Personennahverkehr ausgeben. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Verwaltung vor, über den seit Montag im Ausschuss für Regionalentwicklung diskutiert wird. Nach einem Verkehrsvertrag zwischen dem Landkreis und der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) von 2016 entscheiden die Kreistagsabgeordneten jedes Jahr neu, wie viele Fahrkilometer der Landkreis bei der UVG in Auftrag gibt, und wie hoch der finanzielle Ausgleich ist, den das Unternehmen dafür erhält.

Mehr Geld für mehr Kilometer

Dem Entwurf der Verwaltung zufolge sollen die Busse des Nahverkehrs knapp 6,6 Kilometer durch die Uckermark rollen. Das sind rund 27 000 Kilometer mehr als in diesem Jahr. Vom Landkreis soll die UVG dafür einen Ausgleich von knapp 10,2 Millionen Euro erhalten, rund eine halbe Million Euro mehr als für 2018. Dabei kommt nicht die gesamte Summe aus dem Haushalt des Kreises. Nach Abzug von Landesmitteln für den ÖPNV, Erstattungen von Kommunen für Beteiligungen am Stadtverkehr sowie von anderen Landkreisen für kreisübergreifende Linien stehen unter dem Strich knapp 4,25 Millionen Euro.

Kommunen an Diskussion beteiligt

Im Nahverkehrsplan 2019, der 73 Linien vorsieht, soll es gegenüber diesem Jahr nur geringe Änderungen geben. Dabei gehe es laut Verwaltung nicht etwa Streichung oder Kürzungen, sondern vor allem um punktuelle Veränderungen, die sich am Bedarf orientieren. Bei der Erarbeitung des Nahverkehrsplans 2019 waren die Kommunen beteiligt worden. Neben den Städten Schwedt, Angermünde und Lychen hatten die Ämter Gerswalde, Gartz und Brüssow insgesamt 18 Stellungnahmen dazu abgegeben.