Politisches Forum
Landwirte unter Druck von zwei Seiten

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gehört zu den prominenten Gästen des Forums in Templin.
Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gehört zu den prominenten Gästen des Forums in Templin.
Patrick Pleul

Wie können Agrarbetriebe noch produzieren, wenn Markt sowie Natur- und Umweltschutz Zwänge ausüben? Dieser Frage widmet sich ein Forum in Templin.

Landwirte sitzen nicht nur in der Uckermark oft zwischen zwei Stühlen. So unterliegen sie auf der einen Seite dem Preisdruck eines mittlerweile globalen Wettbewerbes, der sie zu immer höherer Effizienz zwingt. Auf der anderen Seite werden Forderungen von Menschen in der Region sowie von Naturschutz- und Tierschutzverbänden immer lauter, die sich gegen Massentierhaltung und den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft richten. Dieses Spannungsfeld ist am Dienstag, dem 8. Januar, Gegenstand eines Dialog-Forums „Grüner Landsalon”, den die uckermärkische Kreisorganisation der Partei „Bündnis 90/Die Grünen” in Templin veranstaltet.

Prominente Gesprächspartner

Die Diskussionsrunde unter dem Motto „Perspektive Landwirtschaft – Agrarindustrie oder Sehnsuchtsbiotop?” verspricht interessant zu werden angesichts der Gesprächspartner, die dort ihre Positionen vertreten werden. Nach Angaben des Vereins wird Robert Habeck, Bundesvorsitzender von B 90/Grüne und ehemaliger Landwirtschaftsminister Schleswig-Holstein, dabei sein. Mit Henrik Wendorff hat der Präsident Landesbauernverband Brandenburg sein Kommen zugesichert. Ökolandwirt Stefan Palme vom uckermärkischen Gut Wilmersdorf sowie Prof. Dr. Hiltrud Nieberg vom Rostocker Thünen-Institut ergänzen die Runde. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will einen Vertreter der Landesregierung entsenden.

Von Ausstellung begleitet

Fernsehmoderatorin Carla Kniestedt wird die Diskussion moderieren, die um 19 Uhr im Multikulturellen Zentrum beginnt. Der Eintritt ist frei. Dort ist bereits ab 17 Uhr im Foyer auch die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ von Dr. Anita Schwaier und Sybilla Keitel zu sehen.