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Lichter gegen Gewalt und für Frieden

Weit über 200 Menschen zündeten am Donnerstagabend auf dem Markt Lichter für den Frieden, gegen Dunkelheit, Terror und Gewalt an.
Weit über 200 Menschen zündeten am Donnerstagabend auf dem Markt Lichter für den Frieden, gegen Dunkelheit, Terror und Gewalt an.
Sigrid Werner

Ein Zeichen für eine friedliche Welt und ein Miteinander in der Stadt wollte die Templiner Willkommensinitiative am Vorabend vor Heiligabend setzen. Ihr Aufruf verhallte nicht ungehört.

Weit über 200 Menschen folgten am Vorabend des Heiligabend dem Aufruf der Templiner Willkommensinitiative, gemeinsam ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Junge Mütter und Väter mit Kindern, Senioren, Schüler, Flüchtlinge, Berufstätige sowie Menschen unterschiedlichen Glaubens waren auf den Templiner Markt gekommen und zündeten Friedenslichter an.

"Der Frieden fängt beim friedlichen Miteinander hier in Templin an", hatten Kathrin Frese und Christian Hartphiel als Mitorganisatoren an die Templiner appelliert. Viele Menschen in der Stadt leben dieses friedliche Miteinander bereits, in Vereinen, aber auch in ganz privaten Initiativen. Sie reichen den Flüchtlingen, aber auch Menschen in sozialer Not die Hand. Die Menschen auf dem Markt begrüßten mit ihren Lichtern auch das 230. Neugeborene, das in diesem Jahr in Templin das Licht der Welt erblickte. Es ist Ahmed, dessen Eltern zuvor eine lange Flucht aus dem Nahen Osten hinter sich hatten. Ahmed ist jetzt ein Templiner.

Seit gut fünf Monaten leben in Templin 72 Menschen in der uckermärkischen Kleinstadt, die vor Krieg und Not geflohen sind. Die Willkommensinitiative bemüht sich seither um die Integration der Neuankömmlinge und ein friedliches Miteinander in der Stadt.