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Mann springt vom brennenden Boot

Die Zeltnachbarn hatten mit ihren Gartenschläuchen das Feuer schon unter Kontrolle halten können. Fabian Stache (links) und Stefan Schulz von der Röddeliner Feuerwehr kümmerten sich im den Rest.
Die Zeltnachbarn hatten mit ihren Gartenschläuchen das Feuer schon unter Kontrolle halten können. Fabian Stache (links) und Stefan Schulz von der Röddeliner Feuerwehr kümmerten sich im den Rest.
Ivonne Hackbarth

Ein 43-Jähriger wollte über den See schippern, doch daraus wurde nichts. Mit schweren Verbrennungen am ganzen Körper liegt er jetzt im Krankenhaus.

Ein tragischer Unfall hat am Sonnabendnachmittag die Camper auf dem Zeltplatz in Röddelin in Angst und Schrecken versetzt. Nach einem lauten Knall stand ein Boot lichterloh in Flammen. Das Feuer drohte, die Böschung hinaufzuwandern, die angrenzenden Bäume zu erfassen und auf die Zelte und Wohnwagen überzugreifen. „Ich habe nur einen lauten Knall gehört und dann die Flammen gesehen. Alles ging so schnell“, erzählte Ines Schröder, mit Tränen in den Augen und noch immer unter Schock. Denn der Mann, dessen Kajütboot jetzt nur noch ein verkohlter Rest ist, ist ihr Freund und Zeltnachbar. Der 43-Jährige hatte sich nur durch einen Sprung in den See vor den Flammen retten können und liegt nun mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus.

Ihr Kumpel hatte das Boot betanken wollen, um zu einem Ausflug an die Kannenburger Schleuse aufzubrechen. Dann gab es offenbar eine Verpuffung, und plötzlich loderten die Flammen. Die Dauercamper alarmierten umgehend die Feuerwehr, griffen beherzt zu ihren Gartenschläuchen und löschten das Feuer, damit es nicht ihr Hab und Gut erwischt.

Die Kameraden aus Röddelin und Beutel waren die Ersten am Einsatzort. Während sie das Feuer ablöschten kümmerten sich die Feuerwehrleute aus Templin und Zehdenick auf dem See um den Aufbau einer Ölsperre. Aus dem Boot war das Öl ausgelaufen und verschmutzte den kompletten Uferbereich.

 „Es hätte schlimmer ausgehen können“, resümierte Einsatzleiter Lothar Schläwicke von der Röddeliner Wehr. „Wir hatten Glück, dass der Wind nicht landeinwärts drückte.“