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Mehr Geld für Stadion gefordert

Das Templiner Stadion bröckelt. Nicht nur marode Treppen und Sitzplätze sind ein Problem.
Das Templiner Stadion bröckelt. Nicht nur marode Treppen und Sitzplätze sind ein Problem.
Michaela Kumkar

Die Templiner Sportstätte, die fast 100 Jahre alt ist, braucht mehr als eine Schönheitskur. Doch das ist teuer. Aber die Kurstadt verfügt nicht über die Mittel, um alle Wünsche der Nutzer erfüllen zu können. Woher soll der warme Geldregen kommen?

Trotz ausgeglichenem Etat für 2014 muss die Stadt Templin mit ihren Mitteln haushalten, besonders bei den freiwilligen Aufgaben. Der Job der Stadtverordneten ist es dennoch, kritisch zu hinterfragen, wie viel die Stadt wofür ausgibt. Hanni Paesler (SPD) findet, dass 89 000 Euro, die in den Erhalt des Templiner Stadions fließen, zu wenig sind. "Gemessen an dem, was dort alles im Argen liegt und daran, wie viele Kinder und Jugendliche dort Fußball spielen." Das dürfte Musik in den Ohren der Mitglieder des SC Victoria Templin 1914 e. V. sein. Dessen Fußballmannschaften nutzen die Sportstätte, die der Stadt Templin gehört, für ihren kompletten Spielbetrieb. Der marode Zustand des Stadions bereitet ihnen deshalb besondere Sorge: Zwei Treppenanlagen sind so baufällig, dass sie bereits gesperrt werden mussten, ebenso wie einige Sitzplätze. Viel zu klein seien außerdem die Umkleidekabinen, argumentieren die Sportler, der Uckermark Kurier berichtete.

Unbestritten sei das Stadion ein wichtiges Stück Infrastruktur, darin gibt Ursula Heise, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung.  Es ginge darum, die derzeitigen Gefahrenquellen zu beseitigen und zu verhindern, dass das Stadion vielleicht geschlossen werden müsste. Die Sportstätte allerdings soweit herzurichten, wie es sich die Nutzer wünschen, das werde nicht möglich sein. Nach wie vor ist die Anlage zwar Veranstaltungsort für Sportfeste von Templiner Schulen. Allerdings findet Sportunterricht nicht mehr in dem Maße wie früher dort statt. Die Bildungsstätten haben mittlerweile ihre eigenen Sportanlagen. Nicht vergessen dürfe man auch, dass andere Sportvereine, bei denen ebenfalls viele Kinder und Jugendliche trainieren, noch schlechter gestellt seien als Victoria. Sie müssen sich in andere Sportstätten einmieten und dafür die Kosten tragen.

"Das Beste wäre, die Vereine würden sich zusammentun und noch einmal gemeinsam über eine Nutzung des Stadions nachdenken", findet der Stadtverordnete Uwe Göritz (Die Linke).