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Mini-Schwein einfach im Wald entsorgt

So hat eine Spaziergängerin das tote Tier aufgefunden.
So hat eine Spaziergängerin das tote Tier aufgefunden.
Joachim Lange

Kofferraum auf, totes Tier raus, Hauptsache man ist das Problem los. Das ist jedoch verboten und nicht ungefährlich. Darüber scheint sich der Besitzer aber keine Gedanken gemacht zu haben. Zu sehr sollte er sich aber nicht in Sicherheit wähnen.

Spaziergängerin Ute Lemke hat in einem Waldstück in der Nähe von Templin ein totes kleines Schwein gefunden. Wohlweislich wurde dem Tier die Ohrmarke entfernt, damit niemand seinem Besitzer auf die Schliche kommen kann. „Solche Fälle sind leider nicht die absolute Ausnahme“, sagt Amtstierarzt Dr. Achim Wendland vom Veterinäramt in der Kreisverwaltung auf Nachfrage. Er lässt keinen Zweifel daran, dass diese Form der Entsorgung natürlich verboten ist. Ganz abgesehen davon sei im Moment die afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch. Man wisse nicht, ob das Tier Erreger in sich trage. Das müsse nun untersucht werden.

„Hätte das Minischwein noch seine Ohrmarke, wäre es ein Leichtes, den Halter zu ermitteln.“ Ihm auf die Spur zu kommen, sei jetzt natürlich schwerer. Es sei denn, Uckermärker würden mit Hinweisen behilflich sein, wer in der Gegend solche Schweine hält. Und vorausgesetzt, der Halter wohnt nicht weiter weg und ist bis in die Uckermark gefahren, um das Minischwein los zu werden. „Das kommt leider auch vor, besonders in der Nähe von Autobahnen.“ Der Amtstierarzt hofft jedoch, dass der Besitzer des Tieres doch noch zur Verantwortung gezogen werden kann, sowohl für die Entsorgungskosten aufkommt und das Bußgeld für sein falsches Verhalten bezahlt.

Wer Hinweise auf den Halter hat, kann sich unter 03984 701139 beim Veterinäramt Uckermark melden.

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