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Mit Gottes Segen auf heißen Öfen

Der Fotograf Frank Günther aus Bernau wird in diesem Jahr den Motorradgottesdienst und die Tour begleiten. Mit den Fotos soll ein Bildband entstehen. Diese Aufnahme hat er von den Organisatoren Renate und Ralf Schwieger gemacht.                
Der Fotograf Frank Günther aus Bernau wird in diesem Jahr den Motorradgottesdienst und die Tour begleiten. Mit den Fotos soll ein Bildband entstehen. Diese Aufnahme hat er von den Organisatoren Renate und Ralf Schwieger gemacht.                
Frank Günther

In Friedrichswalde findet zum 20. Mal der mittlerweile größte Motorradgottesdienst in Berlin und Brandenburg statt. Die Initiatoren sind ein motorradfahrender Pfarrer und seine nicht weniger zweiradbegeisterte Frau. 

Renate Schwieger liebt dieses Gefühl, wenn es nach einem langen Winter wieder losgeht: Gas geben, den Motor hören und sich frei fühlen. So frei, wie es nur beim Biken geht. Sie weiß aber auch um die besondere Verletzlichkeit, um die Gefahr, die immer mitfährt. Sie weiß von den Toten, die es in jeder Motorradsaison aufs Neue gibt. Ihnen gilt beim Motorradgottesdienst, der in diesem Jahr bereits zum 20. Mal in Friedrichswalde stattfinden wird, immer ein besonderes Gedenken.

Ein Pfarrer und seine Leidenschaft

Bei Renate und Ralf Schwieger im Friedrichswalder Pfarrhaus laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auf Initiative des motorradfahrenden Pfarrers und seiner ebenso zweiradbegeisterten Frau hatten im April 1996 zum ersten Mal 30 Biker aus Friedrichswalde die Saison mit einem Gottesdienst begonnen. Die anschließende Ausfahrt über Temmen, Greiffenberg und Joachimsthal ging durch Regen und Kälte. „Im nächsten Jahr machen wir’s später“, sollen sie anschließend beschlossen haben. Seither findet der Friedrichswalder Motorradgottesdienst immer am zweiten Maisonntag statt, am Muttertag. 1998 zog es bereits 300  Biker nach Friedrichswalde und von Jahr zu Jahr wurden es mehr.

Professionelle Eskorte

Das Programm zum Motorradgottesdienst, der längst ein großes Motorradfest geworden ist, beginnt am 8. Mai, wenn im Holzschuhzentrum Karl-Heinz Hietel aus Fürstenwalde über eine Reise aus dem Jahr des ersten Motorradgottesdienstes  in die Sahara berichten wird. Am 9. Mai werden „Strawhead“ und „FATHAT“ in der Kirche rocken, davor spielt „Ambross“ zum Tanz. Am Sonntag ab 14 Uhr folgt der Motorradgottesdienst, der zum ersten Mal auf eine Videowand nach draußen übertragen wird. Im Anschluss um 15 Uhr startet die Ausfahrt, die in diesem Jahr – auch eine Premiere – von der „Krad-und Eskortenstaffel“ der Polizei und bereits traditionell von den motorisierten „Johanniter Stauhelfern“ begleitet wird.

Wer sich vorab auf den Motorradgottesdienst einstimmen möchte, sollte am 26. April nach Friedrichswalde fahren. Um 15 Uhr wird eine Ausstellung in der Kirche eröffnet, die Fotos von 50  Bikerinnen und Bikern und deren Gedanken zum Thema Motorradfahren zeigt.