Denkmalschutz
Nationales Baudenkmal in Templin gefährdet

Dieses Gebäude, das nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther gebaut wurde, ist ein nationales Baudenkmal.
Dieses Gebäude, das nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther gebaut wurde, ist ein nationales Baudenkmal.
Sigrid Werner

In Templin hat ein Gebäude des Bauingenieurs Ulrich Müther die Zeiten überdauert. Doch die sogenannte Hyparschale droht wegzubrechen, wenn es nicht gelingt, ihren Verfall zu bremsen.

Hoffnungen weckte in Templin die Uckermark-Reise von Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesregierung. In der Kurstadt stand der Besuch des Bürgergartens auf dem Programm. Dort steht mit der Hyparschale ein Bauwerk, das nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther entstand. Es ist heute ein nationales Baudenkmal. Zu DDR-Zeiten gehörte es zu einem Ferienkomplex des FDGB. Nach der Wende wurde es jedoch nicht mehr genutzt und verfällt seither zusehends.

Geld für die Rettung hat die Stadt Templin allerdings nicht. So versuchten die Stadtväter am Donnerstag, der Staatsministerin das von Graffitti überzogene und löchrige Baudenkmal schön zu reden. Denn ohne Fördermittel wird es sich die Stadt nicht leisten können, die Hyparschale zu retten. Das Betondach ist mittlerweile zu dünn, um viele weitere Gewittergüsse, wie sie Templin in den letzten Tagen erlebte, zu überstehen.

Versprechen konnte die Staatsministerin nichts. Denn der Bundesdenkmalfonds für solche Projekte ist für dieses Jahr schon leer. Aber sie forderte die Templiner zumindest auf, im Bemühen um Fördergelder nicht nachzulassen.