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Naturerlebnis mit Fegefeuer und Eisvogel

Florian Steinfurth aus Horst bei Prenzlau ist schon ein erfahrener Paddler.
Florian Steinfurth aus Horst bei Prenzlau ist schon ein erfahrener Paddler.
Birgit Bruck

Das Silvesterpaddeln auf dem Küstriner Bach ist für viele bereits zu einer Tradition am Jahresende geworden. Das Naturerlebnis macht Lust auf mehr Uckermark.

"Ich habe einen Eisvogel gesehen", strahlt Jutta Amzoll am Rastplatz an der Floßschleuse, der den einprägsamen Namen "Fegefeuer" trägt. Über zwei vergleichsweise kleinen Feuerchen brodeln am letzten Tag des Jahres Fisch- und Gulaschsuppe, und werden kalt gewordene Paddlerfüße gewärmt. Jutta Amzoll aus der Gemeinde Uckerland und Helga Cymanek aus Prenzlau sind zum ersten Mal zum Silvesterpaddeln an den Küstriner Bach gekommen. "Zauberhaft", ist ihr einhelliges Urteil. Nach Lychen gelockt hatte sie Evelin Freuck, die bereits zum vierten Mal beim winterlichen Paddeln dabei ist. "Es ist so still und romantisch", sagt sie.

Die Landschaft ist einfach großartig

Marcus Thum, der das besondere Erlebnis seit einigen Jahren mit seiner Mannschaft vom Kanu- und Floßunternehmen "Treibholz" organisiert, schickt die Paddler deshalb auch zeitversetzt auf die Strecke. Das Glück, den auffälligen Eisvogel zu beobachten, hatten auch Jens und Una Metzger aus Berlin. "Die Landschaft ist einfach großartig und der Schnee links und rechts des Baches macht es noch verwunschener". Sie könnten sich deshalb auch sehr gut vorstellen, nach dem Paddeln nicht zurück nach Berlin zu fahren, sondern den gesamten Jahreswechsel in der Uckermark zu verbringen. "Ein Zimmer oder ein Ferienhaus mit Kamin und Sauna, das wäre etwas", schwärmen die beiden, bevor sie sich vom feurigen Rastplatz auf den Rest den Strecke machen. Vielleicht Silvester 2015, kündigen sie an.