:

Noch ein Wilcke-Bild fürs Trauzimmer spendiert

Langsam wird das Trauzimmer voll. Viel mehr Bilder von Wilhelm Wilcke passen nicht hinein.
Langsam wird das Trauzimmer voll. Viel mehr Bilder von Wilhelm Wilcke passen nicht hinein.
Stadtverwaltung

Sage und schreibe 13 Gemälde des berühmten Heimatmalers und Sohnes der Kurstadt zieren mittlerweile den Raum, in dem sich Paare das Jawort geben. Viel mehr passen nicht mehr in das Trauzimmer.

Ein Besuch der Dauerausstellung im Templiner Museum für Stadtgeschichte brachte den Zehdenicker Lutz Kohlermann-Suckow auf eine Idee: Von dem Gesehenen im Prenzlauer Tor war er so beeindruckt, dass der ehemalige Templiner beschloss, der Stadt ein Bild des Malers Wilhelm Wilcke als Dauerleihgabe zu überlassen. „Templiner See - Blick auf Templin“ heißt es.

Mit dem Bild von Lutz Kohlermann-Suckow sind es mittlerweile 13 Gemälde, die das Trauzimmer in der Stadtverwaltung zieren. Ursprünglich hingen Wilcke-Werke im Sitzungssaal der Stadtverwaltung. Dann entschied die Stadt, als Würdigung für den Heimatmaler ein eigenes Wilhelm-Wilcke-Zimmer einzurichten. Dort geben sich mittlerweile Hochzeitspaare das Ja-Wort. In Erinnerung der Verdienste des Mannes um Templin ist außerdem eine Straße nach ihm benannt worden.

Wilhelm Wilcke, der von 1885 bis 1979 lebte, ist ein Sohn dieser Stadt. In Templin erblickte er das Licht der Welt. Nach der Ausbildung zum Lehrer und einem Studium an der Kunstakademie in Breslau und Berlin sowie nach vielen Mal- und Studienreisen kehrte er 1943 in seine Heimatstadt zurück. Wilcke war Mitglied des Verbandes Bildender Künstler, arbeitete im Kulturbund und war in der Denkmalpflege tätig. Zahlreiche Templiner Landschafts- und Stadtbilder gehören zu seinem Lebenswerk.

Im Trauzimmer ist es angesichts der Vielzahl der Bilder des Malers langsam eng geworden an den Wänden. Für den Fall, dass die städtische Sammlung noch größer werden sollte, müsste eventuell über eine Neumöblierung des Raumes nachgedacht werden, hieß es aus der Stadtverwaltung.