WALDWANDERUNG

Riesen-Pilz trotzt der Trockenheit

Eher zufällig hat ein Uckermärker den ersten großen Steinpilz entdeckt. Dann machte sich die ganze Familie auf die Suche. Mit Erfolg.
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An feuchten Standorten können Pilzsammler auch in der Uckermark Glück haben.
An feuchten Standorten können Pilzsammler auch in der Uckermark Glück haben. Sibylle Lipski
Die Steinpilze blieben auch gänzlich von Maden verschont.
Die Steinpilze blieben auch gänzlich von Maden verschont. Sigrid Werner
Petznick ·

Am Wochenende haben Pilzsammler bei einer Waldwanderung bei Petznick in der Uckermark ungeahntes Pilzglück gehabt. Mit stattlichen Steinpilzen kehrten sie von ihrem Ausflug heim. In der Nähe eines Waldsees waren sie fündig geworden. Die Pilze waren von richtig guter Qualität, komplett madenfrei und vom Geschmack sehr intensiv, zeigte sich die Familie begeistert von dem ungewöhnlichen Fund. Denn eigentlich gilt das Jahr 2018 nach der monatelangen Trockenheit nicht als Pilzjahr.

Trockenkünstler unter den Pilzen

Diese Einschätzung bestätigte auch Templins Stadtförster Jürgen Schuppelius. Solche großen Steinpilzfunde seien in diesem Herbst nur an besonderen Stellen, an denen sich wenigstens etwas Feuchtigkeit halten konnte, möglich. Die Steinpilze brauchen relativ wenig Feuchtigkeit, um binnen weniger Tage stattliche Fruchtkörper auszubilden. Aber auch Tintenschöpflinge, Schirmpilze und Krause Glucken sind nun wieder in der Buchheide zu finden.

Zu wenig Niederschlag

Schwerer haben es Pfifferlinge oder Maronen. Im Stadtforst in der Buchheide waren im Juli, August, September gerade mal 40 Millimeter Niederschlag gefallen, normal wären in den drei Monaten 150 gewesen. Im Oktober sind bislang nur 13 Millimeter gemessen worden.

 

 

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