Unsere Themenseiten

:

Riesiger gefräßiger Wels schnappt nach kleiner Schwalbe

Während der Kremserfahrt erläuterte Franz-Christoph Michel (Vierter von links) das Unternehmenskonzept auf Gut Netzow.  FOTO: Ines Markgraf

VonInes MarkgrafMit 30 Jahren hat Rechtsanwalt Franz- Christoph Michel einen Neuanfang gewagt. Auf das Gut Netzow ist er stolz.Netzow.„Hören Sie mal, wie ...

VonInes Markgraf

Mit 30 Jahren hat Rechtsanwalt Franz- Christoph Michel einen Neuanfang gewagt. Auf das Gut Netzow ist er stolz.

Netzow.„Hören Sie mal, wie schön die Nachtigall singt. Das ist hier das Schönste“, schwärmt Sybille Stottmeier. Ihr Mann, Allgemeinmediziner Hartmut Stottmeier, hat andere Erinnerungen an die gemeinsamen Urlaube, die sie seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Gut Netzow verbringen. „Wir waren mit einem Boot auf dem See und plötzlich tauchte ein riesiger Wels auf, der eine Schwalbe, die zehn Zentimeter über der Wasseroberfläche flog, wegschnappte...“. Franz-Christoph Michel kennt diese Geschichten und lächelt. Vor 20 Jahren hat der Rechtsanwalt zusammen mit seiner Frau Anna das Gut erworben und Stück für Stück zu einem herrlichen Fleckchen Erde umgestaltet. „Das Mauerwerk war in Ordnung, die Dächer dicht“, erzählt er am Sonnabend bei seinen Führungen über das ehemals Arnimsche, später Volkseigene Gut. Konzentriert haben sie sich auf Ökolandbau, Waldwirtschaft und Beherbergung. „Bei voller Belegung haben wir 24 Gäste“. Und die Gäste kommen – wie das Ehepaar Stottmeier aus Fichtenwalde bei Beelitz – immer gern wieder. So auch Frank Sander aus Berlin, der mit seiner Familie schon zweimal auf dem Gut zu Gast war. „Zum 20. Bestehen wurden wir herzlich eingeladen“, erzählt er während einer Kremserfahrt durch Wald und Flur mit seinem fast vierjährigen Söhnchen Eric. Hausherr Franz-Christoph Michel freute sich über die zahlreichen Gäste und Partner, die seiner Einladung gefolgt waren. Gleichzeitig fand an diesem Tag auf dem Hof die Brandenburgische Landpartie statt, die allerdings trotz tollem Hofprogramm – Traktorfahrt, Reiten, Märchenspiele, kleinem Markt und vielem mehr – nur wenige Leute nach Netzow lockte. Schade!