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Rowdys attackieren Pfadfinder mit Böllern

Am Tag nach dem Böller-Überfall hatten sich die jungen Leute schon wieder von ihrem Schreck erholt.
Am Tag nach dem Böller-Überfall hatten sich die jungen Leute schon wieder von ihrem Schreck erholt.
Uwe Werner

Jugendliche aus Berlin und Brandenburg hatten in ihrem Schulungscamp in Warthe einige Schrecksekunden zu verkraften. Die Polizei sieht den fiesen Angriff keinesfalls als Dummejungenstreich.

An der Badestelle am Warther See hat sich jüngst ein unschöner Vorfall ereignet. In "Gittis Feriencamp" hatten sich Pfadfinder zu einer Schulungswoche getroffen. Als sich die jungen Leute spätabends am See trafen, um den Tag dort ausklingen zu lassen und zu singen, wurden sie von Fremden attackiert.

Zunächst wurden sie aus der Dunkelheit heraus von zwei Seiten aus mit Geräuschen und Rufen gestört. Dann habe es plötzlich zwei, drei Meter neben der Gruppe eine heftige Explosion gegeben: Böller, wie die Pfadfinder-Landesvorsitzende Gina Ehlers schilderte. Vor allem die Jüngeren hatten Angst und begannen zu weinen. Daraufhin habe sich die Gruppe ins Camp zurückgezogen, um schlafen zu gehen. Daraus wurde allerdings nichts, denn von der Straße aus flogen etwa 20 Minuten später weitere Böller auf das Camp-Gelände.

Die Pfadfinder alarmierten die Polizei. Die Beamten konnten allerdings nichts Verdächtiges mehr feststellen. Erste Böllerwürfe in Richtung der Pfadfinder hatte es übrigens auch schon am Vorabend dieses Zwischenfalls gegeben. Gina Ehlers und andere Pfadfinder haben drei Personen auf der Dorfstraße wegrennen sehen. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.