Pastafari

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Spaghettimonster-Kirche feiert Hochzeit und geht demonstrieren

Stefan Spindelböck und Dietmar Brandt waren aus Osnabrück in die Uckermark gekommen, um den Hochzeitsritus nach Pastafari-Art zu erleben.
Stefan Spindelböck und Dietmar Brandt waren aus Osnabrück in die Uckermark gekommen, um den Hochzeitsritus nach Pastafari-Art zu erleben.
Sigrid Werner

Die "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters" hat erstmals eine Hochzeit gefeiert. Mit einer Nudelmesse auf dem Templiner Markt wurde danach für Gleichberechtigung demonstriert.

Nachdem der Verein „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V.” am Sonnabend nach pastafarischem Ritus die erste schwule Hochzeit in Röddelin bei Templin (Uckermark) gefeiert hat, ist am Sonntag ein Demonstrationszug durch die historische Altstadt von Templin gezogen. 14 Pastafari-Anhänger demonstrierten damit für die Gleichberechtigung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften.

Das Bundesverfassungsgericht hat gerade die eingereichte Verfassungsbeschwerde des Vereins zur Anerkennung als weltanschauliche Gemeinschaft ohne Verhandlung zurückgewiesen. Der Templiner Rüdiger Weida kündigte auf der Demo an, dass der Verein bis Jahresende beim Europäischen Gerichtshof dagegen vorgehen wolle.

Schilderstreit zu Nudelmessen-Hinweisen

Der Verein der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters übt Kritik an dogmatischem Glauben und eine enge Verzahnung zwischen Staat und Kirche. Er sieht sich nach eigenen Aussagen weltanschaulich einem „evolutionären Humanismus” verbunden. Mit Satiremitteln versuchen die Mitglieder ihre Kritik publik zu machen. Auf diese Weise kam es auch zum Nudelmessen-Schilderstreit, bei dem der Verein als Weltanschauungsgemeinschaft für sich gleiches Recht beanspruchte wie christliche Kirchen.

Die können im Land Brandenburg an Ortseingängen auf ihre Gottesdienste hinweisen. Nun hoffen die Pastafari auf eine Entscheidung des europäischen Gerichts zur Rechtmäßigkeit der Anerkennung ihres Vereins als Weltanschauungsgemeinschaft.

 

 

Kommentare (3)

Der europäische Gerichtshof sollte diese Nudelheinis für verrückt erklären und in die geschlossene Psychatrie einweisen! Wieviel Blödsinn wird in dieser Kapitalistischen Diktatur noch zugelassen?

Der Brotkorb der Dummheit wurde durch das Christentum schon sehr hoch gehängt. Die "Nudelheinis" machen auf diesen Wahnsinn lediglich aufmerksam, das mag dem schlichten Gläubigen durchaus seltsam vorkommen.

Natürlich gibt es eine kapitalistische Diktatur, wir l eben doch in einer in Deutschland. Die Nudelheinis haben den Brotkorb der Dummheit jedenfalls erreicht. Aber lasst diese Spinner machen .