Landwirtschaft

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Scheut Potsdam den Agrar-Dialog?

Oft ist es für viele eine ideologische, fast philosophische Diskussion: Woher sollen Eier und Fleisch für die menschliche Ernährung kommen? Aus kleinen mobilen oder großen festen Ställen?
Oft ist es für viele eine ideologische, fast philosophische Diskussion: Woher sollen Eier und Fleisch für die menschliche Ernährung kommen? Aus kleinen mobilen oder großen festen Ställen?
Sigrid Werner

Der Uckermärker Kreisverband der Grünen will Anfang Januar über die Zukunft der Landwirtschaft in Brandenburg diskutieren.

Am Dienstag, dem 8. Januar, soll im Multikulturellen Centrum Templin ein Dialog-Forum zum Thema „Perspektive Landwirtschaft – Agrarindustrie oder Sehnsuchtsbiotop?” stattfinden. Die Organisatoren vom Kreisverband der Grünen wollen in einer paritätisch besetzten Runde von Befürwortern, Gegnern und Verantwortlichen der jetzigen Agrarpolitik sachlich über Perspektiven für die Landwirtschaft in Brandenburg diskutieren. Denn landwirtschaftliche Betriebe geraten zunehmend zwischen die Fronten: Zum einen sind sie aufgrund des globalen Wettbewerbs gezwungen, ihre Produkte immer kostengünstiger zu produzieren. Zum anderen wünschten immer mehr Menschen einen sorgsameren Umgang mit den natürlichen Ressourcen und dem Tierwohl.

Grünen-Vorsitzender kommt

Ihre Teilnahme für die Veranstaltung haben Henrik Wendorff, Präsident Landesbauernverband Brandenburg, Robert Habeck, Parteivorsitzender Bündnis 90/Grüne und ehemaliger Agrarminister von Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Hiltrud Nieberg vom Institut für Betriebswirtschaft (Thünen-Institut) und Ökolandwirt Stefan Palme zugesagt. Lediglich die Landesregierung sah sich bislang außerstande, einen Vertreter zu schicken.