Bahntrasse verschwindet

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Schienenstrang Prenzlau-Templin wird abgebaut

Bagger einer Spezialfirma reißen in Haßleben die Gleise der ehemaligen Bahnverbindung Prenzlau - Templin ab.
Bagger einer Spezialfirma reißen in Haßleben die Gleise der ehemaligen Bahnverbindung Prenzlau - Templin ab.
Ines Markgraf

In Haßleben sind Bagger dabei, die ehemalige Bahnverbindung zu demontieren.

Die Schwellen und Gleise werden von Baggern der in Mühlheim/Ruhr ansässigen Spezialfirma Bailet-Thieß GmbH abgebaut. "Das Material wird vor Ort getrennt. Einige Teile werden zum Beispiel beim Bau von Tunneln in Österreich wiederverwendet, anderes landet auf dem Schrott", informiert Guido Bailet vom europaweit tätigen Unternehmen, das mit dem Abriss beauftragt wurde. Bailet schätzt ein, dass die Arbeiten an der Strecke noch drei bis vier Monate dauern werden. Mit dem Abriss wird ein endgültiger Schlussstrich unter die Geschichte der Bahnverbindung Prenzlau-Templin gezogen. 2011 war die Trasse, die sich im Besitz der Erlebnisbahn Betriebs- und Servicegesellschaft Zossen befindet, stillgelegt worden. In einem so genannten Freistellungsverfahren hatte sich kein öffentlicher Rechtsträger für einen Erhalt der Strecke, auch nicht für eine Nutzung als Kulturstrecke, ausgesprochen. Damit war der Weg für den Abriss frei. Der Verein "Bürgerbahn Treuhandstelle" hatte indes bis zuletzt um einen Erhalt der Bahnverbindung gekämpft.