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Schlossherren droht eine neue Klage

Ob bei der Finanzierung der umfangreichen Restaurierungsarbeiten des Boitzenburger Schlosses alles mit rechten Dingen zugegangen ist, wird noch immer geprüft.
Ob bei der Finanzierung der umfangreichen Restaurierungsarbeiten des Boitzenburger Schlosses alles mit rechten Dingen zugegangen ist, wird noch immer geprüft.
uk/Archiv

Nachdem bereits ein Gericht in Magdeburg den Vorstand des Boitzenburger Schlosses, Oliver E., zu Gefängnis verurteilte, wartet jetzt vor dem Potsdamer Landgericht der nächste Prozess. Erneut wird ihm millionenfacher Subventionsbetrug vorgeworfen.

Mit Oliver E., einem der Vorstandsmitglieder des Betreiberunternehmens des Schlosshotels Boitzenburg, der Drachenfels AG mit Sitz in Hamburg, beschäftigen sich seit Jahren Staatsanwaltschaften und Gerichte mehrerer Bundesländer. Er und sein Kompagnon wurden bereits 2013 in einem Verfahren vom Landgericht Magdeburg schuldig gesprochen. Das Urteil: viereinhalb Jahre Gefängnis. Beide sollen sich, so die Überzeugung des Gerichtes, knapp 16 Millionen Euro an öffentlichen Fördergeldern für die Sanierung der Schlösser Flechtingen und Altenhausen in Sachsen-Anhalt erschlichen haben. Inzwischen sitzt Oliver E. seine Strafe in einer Berliner Haftanstalt im offenen Vollzug ab.

Diesmal geht es um 35 Millionen Euro

Jetzt droht beiden nach Informationen des Uckermark Kurier neues Ungemach vom Potsdamer Landgericht. Dabei geht es wieder um den Vorwurf des millionenfachen Subventionsbetruges bei der Sanierung des Schlosses Boitzenburg. Im Verfahren beim Landgericht Potsdam geht es diesmal allerdings um 35  Millionen Euro öffentlicher Fördergelder, die beide für die Sanierung des Schlosses Boitzenburg nachweislich bekommen haben. Die flossen an die damals extra gegründete Boitzenburg KG. Allein 23 Millionen kamen von der Investitionsbank Brandenburg.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ihre Ermittlungen bereits abgeschlossen. Nach Informationen aus der Staatsanwaltschaft wurde schon 2010 Anklage erhoben. Warum das Landgericht den Prozess bisher nicht terminiert hatte, ist derzeit nicht bekannt. Nach den Aussagen von Oliver E. gegenüber dem Uckermark Kurier, würden seine Anwälte noch Gespräche mit der Staatsanwaltschaft und den Richtern führen.