Unsere Themenseiten

:

Schmuggler geht Zöllnern ins Netz

Der Zigarettenschmuggler hatte die Packungen fein säuberlich in schwarze Folie verpackt.
Der Zigarettenschmuggler hatte die Packungen fein säuberlich in schwarze Folie verpackt.
Zoll

So lösen sich Pläne in Luft aus: 80 000 Zigaretten wollte ein 59-jähriger Pole in Deutschland verticken. Doch weit kam er damit nicht.

Da hatten Zöllner einer Kontrolleinheit wohl den Richtigen erwischt. Am Sonntagnachmittag holten sie auf der Autobahn 11 (A 11) einen Pkw mit polnischem Kennzeichen aus dem fließenden Verkehr. Auf dem Rastplatz Buckowsee unterzogen sie ihn einer Kontrolle. Sowohl im Innenraum als auch im Kofferraum entdeckten die Beamten mit schwarzer Folie umwickelte Kartons mit Zigarettenverpackungen. Insgesamt zählten die Zöllner am Ende mehr als 80 000  unverzollte Glimmstengel.

Damit nicht genug: Bei der Überprüfung des Fahrzeugs fanden sie außerdem ein Paar gefälschte deutsche Kennzeichen aus dem Zulassungsbezirk Uckermark. Solche Nummernschilder, so Andreas Behnisch, Pressesprecher des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder), würden oft bei Schmuggelfahrten zur Tarnung eingesetzt. 

15 000 Euro Steuerschaden

Die Zigaretten und die gefälschten Kennzeichen wurden von den Beamten beschlagnahmt. Der 59-jährige polnische Fahrer konnte nach der Feststellung seiner Personalien die Reise zwar fortsetzen. Doch in naher Zukunft wird er sich für den Schmuggelversuch vor Gericht verantworten müssen. Nach Angaben des Zolls beträgt der Steuerschaden in dem Fall mehr als 15  000  Euro.